Landtagspräsident besucht Heimkehrer-Dankeskirche

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Kürzlich besuchte der Präsident des nordrhein-westfälischen Landtages, Eckhard Uhlenberg, die Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum-Weitmar und informierte sich vor Ort über diese deutschlandweit einzigartige Kirche, die als lebendiger Dankaltar von Kriegsheimkehrern aus dem 2. Weltkrieg errichtet wurde und auch heute noch Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern sein soll. Begleitet wurde er vom Vorsitzenden des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsage in Bochum, Dr. Christoph Konrad. Die Gäste wurden seitens der Gemeinde von Pfarrer i. b. D. Theo Schwens, Alfons Stiewe und Christian Herker begrüßt. Pfarrer Theo Schwens führte die Gäste anschließend durch die Kirche und die Gedenkstätte in der Krypta. Landtagspräsident Uhlenberg bedankte sich anschließend für die "einfühlsame Führung" und wünschte der "eindrucksvollen Gedenkstätte" auch für die Zukunft viele aktive Mitstreiter, um den Erhalt auch für die kommenden Generationen zu sichern.

Hintergrund

Die Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum-Weitmar wurde 1958 von Pfarrer August Halbe errichtet. Nach seiner Heimkunft aus einer fünfjährigen Kriegsgefangenschaft im Ural begann er zusammen mit 20 weiteren Kriegsgefangenen den Bau der Kirche als Ausdruck der Dankbarkeit vor Gott und die Rettung aus der Haft. Am 12. Dezember 1959 weihte Bischof Dr. Franz Hengsbach die Kirche und seit 2005 steht das Gotteshaus unter Denkmalschutz. In der Krypta befindet sich heute ein Museum, das zahlreiche Gegenstände enthält, die in den Lagern mit deutschen Kriegsgefangenen entstanden sind. Hinzu kommen Gemälde und Zeichnungen aus dem Alltagsleben der Lagerinsassen, unter anderem eine Kopie der bekannten Madonna aus Stalingrad. Die Kirche ist somit zu einem Erinnerungsort von nationalem Rang geworden, in der die historische und religiöse Erinnerung einer Generation von Kriegsteilnehmern ihren Ausdruck gefunden hat. Auch für junge Menschen sind Kirche und Krypta lohnenswert: Zum einen erhalten sie Einblicke in die dunklen Jahre der Geschichte. Zum anderen vermit-telt der Ort ein tieferes Verständnis für ein Leben in Frieden und Freiheit. Nachfolgenden Generationen soll hier vor Augen geführt werden, dass das Recht der Freiheit und der Menschenwürde nicht selbstverständlich ist und stets ins Bewusstsein gerückt und bewahrt werden muss.

Bild v. l. n. r.: Alfons Stiewe, Dr. Christoph Konrad, Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg, Pfarrer Theo Schwens, Christian Herker. (Fotograf: H. Haferkamp)