Neuigkeiten aus Heilige Familie

Heimkehrer-Dankeskirche Heilige Familie feierte 55. Weihetag

Heimkehrer-Dankeskirche
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Bischof Dr. Franz Hengsbach weihte am 12. Dezember 1959 die Heimkehrer-Dankeskirche Bochum-Weitmar auf das Patrozinium Heilige Familie Heimkehr aus Ägypten. Dieses Ereignis wurde damals vor numehr 55 Jahren von Radio Vatikan in 12 Sprachen der Welt verkündet, wie es historische Dokumente belegen. Am Sonntag Gaudete (3. Adventssonntag), 14. Dezember 2014, wurde nun in der Gemeinde St. Franziskus Bochum-Weitmar der 55. Weihetage der Filialkirche Heilige Familie (Heimkehrer-Dankekeskirche ) mit einem feierlichen Hochamt begangen. Das Hochamt wurde von Pfarrer i.b.D. Theo Schwens zelebriert, der auch die Festpredigt hielt. Vor dem Bau der Heimkehrer-Dankeskirche pilgerten die Kriegsheimkehrer zweimal zum nahegelegenen Marienwallfahrtsort Bochum-Stiepel und baten die dortige Schmerzhafte Mutter um eine glückliche Vollendung des Kirchbaus. So konzelebrierte Zisterzienserpater Markus Gebhard Stark OCist, Wallfahrtsrektor in Bochum-Stiepel, aus dieser historischen Verbundenheit zum Marienwallfahrtsort Bochum-Stiepel den feierlichen Gottesdienst, der vom Kirchenchor Heilige Familie musikalisch mitgestaltet wurde. Auch Pastor Heinz-Peter Greine nahm neben weiteren Vertretern aus Politik und Gesellschaft am Weihejubiläum teil. Zu den weiteren Ehrengästen zählten unter anderem Ingrid Fischbach MdB (CDU), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministeri um, der Bezirksbürgermeister des Stadtbezirkes Bochum-Südwest, Mark Gräf (SPD), und Lothar Gräfingholt, der Vorsitzende des Katholikenrates für Bochum und Wattenscheid, die in ihren Grußworten am Schluss der heiligen Messe auf die besondere Intention der Kirche als Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern eingingen und den Erhalt der Kirche auch als gesellschaftliche Aufgabe ansahen, sowie Heinz Gester, Neffe des 1. Pfarrers August Halbe. Auch eine Abordnung des Bürger-Schützen-Vereins 1903 e.V. Bochum-Dahlhausen nahm am Hochamt neben den Bannerabordnungen der Vereine und Verbände der Gemeinde teil. Zum Schluss der Eucharistiefeier richtete Gemeinderatsmitglied Christian Herker ein Wort des Dankes an alle Mitwirkenden, die zum Gelingen der Feierlichkeiten beigetragen haben.

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(Bilder: © Herrmann Haferkamp)

Adventsmarkt an der Filialkirche Heilige Familie

Heimkehrer-Dankeskirche
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Nach der Familienmesse am 2. Adventssonntag mit Pfarrer Norbert Humberg unter Mitwirkung der Kommunionkinder fand bei herrlichem Wetter auf dem Kirchplatz der Filialkirche Heilige Familie (Heimkehrer-Dankeskirche) der traditionelle Adventsmarkt statt. Alle Gruppierungen brachten sich ein. An dieser Stelle bereits ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden!

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(Bilder: © Herrmann Haferkamp)
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Katholische Schützen verbrachten Besinnungstag an der Heimkehrer-Dankeskirche

Heimkehrer-Dankeskirche
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Alfons Stiewe und Christian Herker führten die Schützen durch Kirche und Krypta (© Herrmann Haferkamp)

Der diesjährige Besinnungstag führte den Diözesanverband der historischen Schützenbruderschaften im Bistum Essen unter der Leitung von Diözesanpräses Pastor Dr. Heinrich Weyers aus Mülheim und Diözesanbundesmeister Peter Keime aus Duisburg in diesem Jahr nach Bochum-Weitmar und zwar zur Heimkehrer-Dankeskirche Heilige Familie. Der Tag begann mit einem gemeinsamen Mittagessen im Gemeindeheim. Hierzu hatte der Männerkochclub der Gemeinde ein Pfefferpotthas bereitet.
Nachdem die rund 60 Teilnehmer alle gestärkt waren führten Alfons Stiewe und Gemeinderatsmitglied Christian Herker die katholischen Schützen durch die Heimkehrer-Dankeskirche und die Gedenkstätte in der Krypta und erläuterten die besondere Geschichte dieses Gotteshauses. Die Heimkehrer-Dankeskirche Heilige Familie wurde in den Jahren 1958/59 von Pfarrer August Halbe errichtet. Nach seiner Heimkehr aus einer fünfjährigen Kriegsgefangenschaft im Ural begann er zusammen mit weiteren ehemaligen Kriegsgefangenen den Bau der Kirche. Im Dezember 1959 weihte Kardinal Hengsbach die Kirche, welche seit 2005 unter Denkmalschutz steht. Für viele Menschen ist die Heimkehrer-Dankeskirche ein Ort der Erinnerung und ein Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern.
Der Besinnungstag endete am späten Nachmittag mit einer Eucharistiefeier in der Filialkirche der Gemeinde St. Franziskus, der Diözesanpräses Dr. Heinrich Weyers vorstand. Die Hl. Messe wurde musikalisch gestaltet von der Elke Knickmann an der Orgel und einigen Solo-Gesängen von Schützenbruder Alfons Funke.
Zum Schluss erging ein herzliches Dankeschön an Schützenbruder Hubert Kaminski, der den diesjährigen Besinnungstag organisierte und vorbereitet hat.

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Zum Abschluss stand Diözesanpräses Dr. Heinrich Weyers der Eucharistiefeier in der Heimkehrer-Dankeskirche Hl. Familie vor. (© Herrmann Haferkamp)

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Mit einem ökumenischen Gedenkgottesdienst wurde der Volkstrauertag in der Heimkehrer-Dankeskirche begangen

Heimkehrer-Dankeskirche
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Am diesjährigen Volkstrauertag wurde wieder in der Heimkehrer-Dankeskirche Heilige Familie in Bochum-Weitmar in einer Gedenkstunde der Opfer der beiden großen Weltkriege sowie von Krieg und Terror gedacht. Die Gedenkstunde begann mit einem ökumenischen Gottesdienst, der von dem katholischen Priester, Pfarrer i.b.D. Theo Schwens, der vom Ruhrbischof auch weiterhin in besonderer Weise für die Gedenkstätte der Heimkehrer beauftragt ist, und dem evangelischen Pastor Ekkehard Loer von der benachbarten Emmaus-Gemeinde in Weitmar-Mark gemeinsam gehalten wurde. Hierzu hatten sich wie jedes Jahr die Mitglieder des Bürgerschützenvereins Weitmar-Mark/Neuling sowie zahlreiche Gemeindemitglieder in der Krypta der Kirche versammelt. Die Predigt hielt in diesem Jahr Pastor Loer. Darin stellte er einen aktuellen Bezug zum Volkstrauertag als Mahn- und Gedenktag her.

Foto Volkstrauertag

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Vor 55 Jahren wurde Deutschlands einzige Heimkehrer-Dankeskirche geweiht

Heimkehrer-Dankeskirche
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Gemeinde begeht diesen Tag mit feierlichen Hochamt
Am 3. Adventssonntag wird in der Gemeinde St. Franziskus gefeiert und zwar der 55. Weihetag der Filialkirche Heilige Familie, die über Bochums Stadtgrenzen als Heimkehrer-Dankeskirche im Volksmund bekannt geworden ist. Pfarrer Norbert Humberg wird aus diesem Anlass am Sonntag-Gaudete, 14. Dezember 2014, um 10:00 Uhr, dem feierlichen Hochamt in der Kirche Heilige Familie, Karl-Friedrich-Str. 109, 44795 Bochum-Weitmar, vorstehen. Den Gottesdienst wird mit ihm auch Pfarrer Theo Schwens konzelebrieren, der von 1992 bis 2002 Pfarrer der eigenständigen Pfarrei war und bis heute weiterhin vom Essener Bischof für die besondere Intension dieser Kirche beauftragt ist. Das feierliche Hochamt an diesem Morgen wird vom Kirchenchor Heilige Familie Weitmar unter der Leitung von Reiner Krosser musikalisch gestaltet.
"Wussten Sie, dass 12 Millionen deutsche Soldaten und Zivilisten in Kriegsgefangenschaft waren? Sie haben – manche von ihnen länger als zehn Jahre – über die ganze Welt verstreut in über 9.000 Lagern gelebt bzw. „gehaust“. Viele von ihnen arbeiteten unter den härtesten Bedingungen. Diejenigen, die das überlebt haben und zurückkehren konnten, haben davon auf vielfältige Weise berichtet.", so erklärt Christian Herker, Mitglied des Gemeinderates in St. Franziskus die geschichtlichen Umstände, die später zum Bau dieses Gotteshauses führen sollten.
Mit der Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum-Weitmar ist auch der Name des Priesters August Halbe, der von August 1944 bis Dezember 1949 in russischer Kriegsgefangenschaft war, eng verbunden. Er gab den Impuls für den Bau einer Dankeskirche und trieb ihn ab dem Herbst 1955 auch voran.
Im Dezember 1955 wurde der Plan zum Bau einer Dankeskirche über Presse und Rundfunk der Öffentlichkeit vorgestellt. Durch Bittbriefe, Verkauf von Bausteinen, Vorsprache bei Firmen und Hausbesuche wurde versucht, die notwendigen Gelder aufzubringen. Hinzu kamen die Spenden der dankbaren Heimkehrer und der Erlös aus der Broschüre „5 Jahre Kriegsgefangener Priester im Ural“ von Pfarrer August Halbe.
"Wir können heute sagen: Das 'steinerne Dankgebet' – die Dankeskirche der Heimkehrer – wurde aus vielen unterschiedlichen Steinen gebaut. Es waren katholische und evangelische Steine, jedoch auch Steine von Menschen, die sich keiner Konfession zugehörig fühlten. In den Zielen waren sich jedoch alle einig: Wir errichten eine Kirche als Zeichen des Dankes für Rettung aus Not und Gefahr, als Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern und zum Gedenken an die Menschen, die nicht heimkehren konnten.", so Herker.
Den ersten Spatenstich zum Bau der Kirche vollzogen im März 1958 nach einem Bittgottesdienst am nahe gelegenen Marienwallfahrtsort Bochum-Stiepel ehemalige russische Kriegsgefangene in ihrer Lagerkleidung. Die Grundsteinlegung der Kirche erfolgte am Christkönigsfest 1958 durch den Dechanten des Dekanates Bochum-Süd, Ludwig Kräling. Konsekriert wurde die Kirche am 12. Dezember 1959 durch den ersten Bischof von Essen, Dr. Franz Hengsbach. Radio Vatikan berichtete in 12 Sprachen über die Weihe der Heimkehrer-Dankeskirche Heilige Familie in Bochum-Weitmar. Es wurde damit eine Stätte geschaffen, die Ausdruck der Dankbarkeit vor Gott über die glückliche Heimkehr ist. Darüber hinaus sollen die nachfolgenden Generationen erinnert werden: Freiheit und Menschenwürde sind nicht selbstverständlich, sie müssen stets neu erworben und behütet werden.

Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Heimkehrer-Dankeskirche Bochum

Heimkehrer-Dankeskirche

Am diesjährigen Volkstrauertag, Sonntag, 16. November 2014, wird wieder in der Heimkehrer-Dankeskirche Heilige Familie (Karl-Friedrich-Str. 109, 44795 Bochum-Weitmar) in einer Gedenkstunde der Opfer der beiden großen Weltkriege sowie von Krieg und Terror gedacht. Die Gedenkstunde beginnt um 15:00 Uhr mit einem ökumenischen Gedenkgottesdienst. Dieser wird in diesem Jahr von Pfarrer i.b.D. Theo Schwens, der weiterhin vom Essener Bischof in besonderer Weise für die Gedenkstätte in der Heimkehrer-Dankeskirche beauftragt ist, und dem evangelischen Pastor Ekkehard Loer von der benachbarten evangelischen Emmaus-Gemeinde in Weitmar-Mark gemeinsam gefeiert. Hierzu sind alle Bürgerinnen und Bürger in die der Krypta der Heimkehrer-Dankeskirche mit ihrer deutschlandweit einzigartigen Heimkehrer-Gedenkstätte eingeladen.

Bereits ab 14:00 Uhr ist die Kirche wieder für interessierte Besucher geöffnet. Es besteht dann auch die Möglichkeit zur Besichtigung von Kirche und Gedenkstätte in der Krypta. Die Kirche ist ein lebendiges Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern.

20 Jahre Chorgemeinschaft Carpe Diem - Konzertvorankündigungen

Heimkehrer-Dankeskirche

Die Corgemeinschaft Carpe Diem blickt in diesem Jahr auf ihr 20-jähriges bestehen zurück. Hierzu gratuliert die Gemeinde sehr herzlich! Im Rahmen des Jubiläums weisen wir bereits auf zwei besondere Konzerten hin.

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Heimkehrer-Dankeskirche wurde am "Tag des offenen Denkmals" zum Pubikumsmagnet

Heimkehrer-Dankeskirche
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Pfarrer i.b.D. Theo Schwens und Christian Herker führen eine letzte Gruppe von Besuchern gemeinsam durch die Heimkehrer-Dankeskirche und die Gedenkstätte in der Krypta. (© Hermann Haferkamp)


Rund 100 Besucher nutzten den Tag des offenen Denkmals am 14.09.2014 für einen Besuch in der Filialkirche der Gemeinde St. Franziskus, Heilige Familie Heimkehr aus Ägypten (Heimkehrer-Dankeskirche), in Bochum-Weitmar. Es wurden drei Kirchen- und Kryptaführungen durch Pfarrer i.b.D. Theo Schwens, Alfons Stiewe und Christian Herker mit jeweils 15 Teilnehmern angeboten. Das Motto des diesjährigen deutschlandweiten "Tages des offenen Denkmals" lautete "Farben". So richtete sich der Fokus der Führungen besonders auf die Kirchenfenster ("Straße des Krieges", "Lobgesang der drei Jünglinge im Feuerofen" und "Rosenkranzfenster"), die auf kunstvolle Weise Krieg und Frieden thematsieren. Zahlreiche Besucher nutzten auch die Zeiten zwischen den Führungen für einen Rundgang durch Kirche und Krypta. Außerdem konnten die Besucher eine ganze Stunde lang geistliche Musik mit Frank Herker an der Stockmann-Orgel genießen. Dargeboten wurden Improvisationen zum Kreuzerhöhungssonntag. Der Tag wurde am Vormittag mit einem feierlichen Hochamt mit Kaplan Pater Placidus Beilicke OCist und über 200 Gläubigen in der Kirche eröffnet. "Es war ein sehr gelungener Tag mit vielen Besuchern und sehr interessanten Gesprächen. Ein besonderer Dank gilt vor allem den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, ohne die dieser Tag nicht möglich gewesen wäre", so resümiert Christian Herker, Mitglied des Gemeinderates der Gemeinde St. Franziskus Bochum-Weitmar.

Hintergrund:
Die Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum-Weitmar wurde 1958 von Pfarrer August Halbe errichtet. Nach seiner Heimkehr aus einer fünfjährigen Kriegsgefangenschaft im Ural begann er zusammen mit 20 weiteren Kriegsgefangenen den Bau der Kirche als Ausdruck der Dankbarkeit vor Gott und die Rettung aus der Gefangenschaft. Am 12. Dezember 1959 weihte Bischof Dr. Franz Hengsbach die Kirche, und seit 2005 steht das Gotteshaus unter Denkmalschutz. In der Krypta befindet sich heute ein Museum, das zahlreiche Gegenstände enthält, die in den Lagern mit deutschen Kriegsgefangenen entstanden sind. Hinzu kommen Gemälde und Zeichnungen aus dem Alltagsleben der Lagerinsassen sowie eine Kopie der bekannten Madonna aus Stalingrad. Die Kirche ist somit zu einem Erinnerungsort von nationalem Rang geworden, in der die historische und religiöse Erinnerung einer Generation von Kriegsteilnehmern ihren Ausdruck gefunden hat. Auch für junge Menschen sind Kirche und Krypta lohnenswert: Zum einen erhalten sie Einblicke in die dunklen Jahre der Geschichte. Zum anderen vermittelt der Ort ein tieferes Verständnis für ein Leben in Frieden und Freiheit. Nachfolgenden Generationen soll hier vor Augen geführt werden, dass das Recht der Freiheit und der Menschenwürde nicht selbstverständlich ist und stets ins Bewusstsein gerückt und bewahrt werden muss.

Führungen durch die Kirche und die Gedenkstätte in der Krypta sind ganzjährig nach vorheriger Terminvereinbarung mit Alfons Stiewe (Tel.: 0234 471525, Email: alfons.stiewe@web.de) oder Christian Herker (Tel.: 0234 473453, Email: christianherker@yahoo.de) möglich.

Heimkehrer-Dankeskirche öffnet wieder am Tag des offenen Denkmals ihre Pforten

Heimkehrer-Dankeskirche
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Mehr als 4 Millionen Besucher nutzen in Deutschland jedes Jahr die Gelegenheit, am Tag des offenen Denkmals Baudenkmale zu besichtigen, die sonst meist verschlossen sind. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert dieses bundesweite Kulturereignis seit 1993. Das Jahresmotto ruft dazu auf, unser baukulturelles Erbe immer wieder neu zu betrachten. Rund 7.500 historische Bauten und Stätten laden am zweiten Sonntag im September zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein.
Im Jahr 2014 findet der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 14. September 2014 statt. Das diesjährige Motto lautet "Farben". Auch die Filialkirche Heilige Familie (Heimkehrer-Dankeskirche), Karl-Friedrich-Str. 109, 44795 Bochum-Weitmar, öffnet an diesem Tag wieder ganztägig ihre Pforten.
Folgendes Programm sieht der Tag vor:
10.00 Uhr:
Feierliches Hochamt: anschließend sind die Kirche und die Gedenkstätte in der Krypte an diesem Tag von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr für Besucher geöffnet.
Kirchenführungen werden angeboten um 11.00 Uhr, 15:00 Uhr und 17.00 Uhr
14.00 Uhr bis 15.00 Uhr:
Geistliche Orgelmusik (Frank Herker an der Stockmann-Orgel)
Öffnungszeiten außerhalb des Tages des offenen Denkmals:
An jedem Sonntag nach dem Hochamt um 10.00 Uhr ab ca. 11.00 Uhr und nach vorheriger Vereinbarung.
Ansprechpartner:
Alfons Stiewe
Tel.: 0234 / 47 15 25
E-Mail: alfons.stiewe@web.de
Christian Herker
Tel.: 0234 / 47 34 53
E-Mail: christianherker@yahoo.de

Eine herzliche Einladung an alle Interessierten:
"PATENT PORTAE, MAGIS COR!" ("Die Tür steht offen, das Herz noch mehr!")
Zum Download finden sie hier und hier die offiziellen Flyer.

"Kein Name, sondern ein Programm!" Vor 40 Jahren verstarb Pfarrer August Halbe - Initiator des Baus der Heimkehrer-Dankeskirche Heilige Familie

Heimkehrer-Dankeskirche
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Am 03. August 1974 verstarb Pfarrer August Halbe in Olpe. Dies war für die Gemeinde an der Filialkirche Heilige Familie in Bochum-Weitmar ein Grund zur dankbaren Erinnerung an ihren Gründerpfarrer. Pastor Heinz-Peter Greine feierte aus diesem Anlass am vergangenen Sonntag (03.08.2014) das Hochamt zum 40. Jahresgedächnis. Gemeinderatsmitglied Christian Herker äußerte in Erinnerung an den Gründer-Pfarrer der Heimkehrer-Dankeskirche Heilige Familie: "August Halbe! Das ist kein Name, sondern ein Programm!"

Geboren wurde August Halbe am 17. März 1912 in Ottfingen im Erzbistum Paderborn als 6. Kind von 10 Geschwistern. 1932 machte er in Attendorn das Abitur. Nach dem Theologiestudium empfing er am 7. Januar 1940 durch Erzbischof Kasper Klein im Dom zu Paderborn die Priesterweihe. „Sein ‚Adsum’ – Hier bin ich – kam aus der Tiefe seines Herzens im Glauben an Jesus Christus,…“, so beschrieb es sein langjähriger Weggefährte Pfarrer Leonhard van der Velden (gestorben am 7. Dezember 2009 in Kevelaer) in seiner Predigt am Begräbnistag in seinem Heimatort Ottfingen. In Ottfingen konnte Halbe dann am 14. Januar 1940 seine Primiz, also die erste heilige Messe, feiern. Erste seelsorgliche Erfahrungen machte Halbe dann in Magdeburg. 1940 wurde er schließlich zum Sanitätsdienst nach Tapiau (Ostpreußen) eingezogen. Van der Velden beschrieb ihn als hilfsbereiten Kameraden an der Front in Frankreich und Russland. Am 30. August 1944 kam er mit van der Velden beim 2. großen Zusammenbruch der 6. Armee in Rumänien in russische Kriegsgefangenschaft. In seinem Buch „5 Jahre als Kriegsgefangener Priester im Ural“ schildert Halbe später seine Erinnerungen an die Kriegsjahre. Im Vorwort resümiert Halbe: „Der Priesterberuf gab meinen Gefangenschaftsjahren eine besondere Note. Ich höre nicht gerne, wenn Heimkehrer sagen, die Zeit der Gefangenschaft sei eine verlorene Zeit gewesen.“ Van der Velden, den Halbe in seinem Buch liebevoll ‚Bruder Leo’ nannte, bekannte: „Die Gefangenschaftsjahre haben uns Gottes unmittelnahe Nähe erfahren lassen, uns reifer gemacht zum Zeugnis für den Glauben an den einen Herrn Jesus Christus.“ Seine Heimkehr schilderte Halbe in seinen Niederschriften so: „Am Vormittag des 6. Dezember 1949, dem Fest des hl. Nikolaus traf ich auf dem Heimatbahnhof ein. Gern wäre ich den zwei Kilometer weiten Weg zum Heimatdorf allein hinaufgegangen. Doch es hatte jemand von der Bahnstation zum Dorf telefonisch die Nachricht von meiner Ankunft durchgegeben. So kamen die Eltern, Geschwister, Nachbarn und dann in immer dichteren Scharen die Dorfbewohner mir entgegen. Der abgetragene russische Watteanzug und die Pelzmütze hatten mich noch nicht unkenntlich gemacht. … Der ganze Zug folgte mir am Elternhaus vorbei zur Kirche, um mit mir Gott zu danken und das Lied anzustimmen: ‚Großer Gott wir loben Dich!’“ Weiter bekennt Halbe: „Ich bin überzeugt, dass mehr die Gebete der Heimat als das Wohlwollen der Siegermächte im Osten unsere Heimkehr erwirkt haben.“ Vom 15. April 1950 an war er Kaplan in der Pfarrgemeinde St. Franziskus Bochum-Weitmar, wo er mit vielen Heimkehrern danksagen wollte im Bau einer Heimkehrer-Dankeskirche im Ortsteil Mark-Neuling, die am 12. Dezember 1959 auf das Patrozinium „Heilige Familie – Heimkehr aus Ägypten“ geweiht wurde. Dort wurde er am 6. Januar 1960 zum Pfarrer ernannt. Dem unnachlässigen Beharren August Halbes ist der Kirchbau zu verdanken. Für viele Menschen ist die Heimkehrer-Dankeskirche als „lebendiger Dankaltar“ bis heute ein Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern. Beim 7. Heimkehrertreffen 1967 konnten Tafeln mit den Namen zahlreicher Kriegsgefangenenlager in Ost und West in die Gedenkstätte in der Krypta getragen werden. Am 6. Juli 1969 musste Pfarrer Halbe aus gesundheitlichen Gründen auf seine Pfarrstelle verzichten. Sein Nachfolger als Pfarrer der Heimkehrer-Dankeskirche wurde Pfarrer Helmut-Martin Jägersberg (gestorben am 1. Mai 2010 in Bochum-Weitmar). Nach den Weitmaraner Jahren wirkte August Halbe noch fünf Jahre seelsorglich in Meinerzhagen. Am 3. August 1974 verstarb Halbe in Olpe. Die Gemeinde Heilige Familie Bochum-Weitmar wird ihrem Gründer und ersten Pfarrer ein ehrenvolles Gedenken bewahren.

Heimkehrer-Dankeskirche


Die Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum-Weitmar wurde 1958 von Pfarrer August Halbe errichtet. Nach seiner Heimkehr aus einer fünfjährigen Kriegsgefangenschaft im Ural begann er zusammen mit 20 weiteren ehemaligen Kriegsgefangenen den Bau der Kirche. Im Dezember 1959 weihte Kardinal Hengsbach die Kirche ein, welche seit 2005 unter Denkmalschutz steht. Für viele Menschen ist die Heimkehrer-Dankeskirche ein Ort der Erinnerung und ein Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern.

Bild: Pfarrer August Halbe (© Hermann Haferkamp)