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Erzbischof Périsset besuchte Heimkehrer-Dankeskirche

Heimkehrer-Dankeskirche
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Am Samstag, 2. Juni 2012 besuchte der Apostolische Nuntius in der Bundesrepublik Deutschland und somit der Vertreter Papst Benedikt XVI., Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, die Heimkehrer-Dankeskirche Bochum-Weitmar. Vorab trug sich der Apostolische Nuntius im Beisein von Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, NRW-Landtagspräsidentin Carina Gödeke, Stadtdechant Dietmar Schmidt, Pfarrer Norbert Humberg, Pastor Theo Schwens, Pater Prior Pirmin Holzschuh vom Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel und weiteren Vertretern des Stiepeler Zisterzienserklosters, der Heimkehrer-Dankeskirche, des Bundes der Eichsfelder Vereine und der Politik in das Gästebuch der Stadt Bochum ein. Anschließend wurde der besondere Gast durch Pfarrer Humberg am Hauptportal der Heimkehrer-Dankeskirche begrüßt. Einige Erläuterungen zum geschichtlichen Hintergrund der Kirche richtete Pastor Theo Schwens an den Gast. Es hatten sich zu diesem Anlass auch zahlreiche Gläubige in der Kirche versammelt. Anschließend nahm der Erzbischof mit einigen Ehrengästen die Gedenkstätte in der Krypta in Augenschein. Zum Abschluss fand in der Kirche eine kurze Andacht statt. Dabei richtete der Papst-Botschafter auch das Wort an die versammelten Gemeindemitglieder und trug ein selbstformuliertes Gebet vor und erteilte dann den bischöflichen Segen.

 

 

(Fotos: Hermann Haferkamp / Christian Schnaubelt)

Gebet und Ansprache des Apostolischen Nuntius in der Heimkehrer-Dankeskirche

Allgemein
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Gebet:


Lasset uns beten:

Allmächtiger, ewiger Gott, du bist die Quelle aller Güte. Du hast uns Menschen geschaffen nach deinem Bild und Gleichnis. Durch das Wirken des Heiligen Geistes im Schoß der Jungfrau Maria ist dein Sohn Mensch geworden, in allem uns gleich - außer in der Sünde. Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat er uns den Weg des Heils eröffnet und uns durch den Glauben und die Taufe erlöst und zu deinen Kindern gemacht.

Der Blick auf unser Leben lässt uns erkennen, wie deine Liebe uns Menschen immer in Treue begleitet. Du hast einst die Kriegsgefangenen nach langen Jahren der Entbehrung und des Hungers heimkehren lassen und ihre Tränen in Freude gewandelt.

Sei allen mit deinem Licht und deiner Kraft nahe, die in unseren Tagen Opfer von Ausbeutung und ungerechter Gewalt sind, und erfülle sie mit dem Geist verzeihender Liebe.
Heilige Maria, sei du unsere Fürsprecherin bei Gott, dass wir treu und beharrlich tun, was dein Sohn uns aufträgt.

Dir, Allerheiligste Dreifaltigkeit, in der Einheit des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, sei Ehre und Herrlichkeit – jetzt und in Ewigkeit!

Amen!

 

 

 

Ansprache
des Apostolischen Nuntius in Deutschland,
Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset,
am Schluss der Andacht in der Heimkehrer-Dankeskirche

Bochum-Weitmar, 2. Juni 2012


Der Besuch der Heimkehrer-Dankeskirche hier in Bochum-Weitmar ist für mich – und sicher für uns alle - eine Wallfahrt aus der Geschichte und in die Geschichte – unter der Leitung ihres Erbauers, Pfarrer August Halbe, der am 17. März vor 100 Jahren geboren wurde.

Warum Heimkehr?
Warum Dank?

Heimkehr: Pfarrer Halbe, der am 7. Januar 1940 in Paderborn zum Priester geweiht worden war, wurde schon bald danach zum Sanitätsdienst in der Wehrmacht eingezogen. Er war zuerst in Ostpreußen eingesetzt, dann war er an der Front in Frankreich und in Russland im Dienst an den Kameraden - auch als Seelsorger - tätig. Schließlich geriet er Ende August 1944 in Siebenbürgen - in Zentralrumänien – in russische Kriegsgefangenschaft, in der er bis zu seiner Entlassung im Dezember 1949 blieb. Für ihn wurde diese Zeit der Gefangenschaft zu einer Zeit der Gnade, da er die Nähe Gottes im gemeinsamen Schicksal mit anderen erfahren und so zum Zeugnis für den Glauben an Christus werden konnte. Seine Heimkehr wurde für ihn ein Zeichen dafür, dass Gott ihn nicht vergessen hatte, wie der Psalmist sagt: „Sei mir gnädig, Gott, denn Menschen stellen mir nach. … An dem Tag, da ich mich fürchten muss, setze ich auf dich mein Vertrauen“ (Ps 56, 2.4).

Deshalb wird Heimkehr zu Dank gewandelt. So sagt der Psalmist weiter: „Ich schulde dir die Erfüllung meiner Gelübde, o Gott, ich will dir ein Dankopfer weihen“ (Ps 56, 13).

So ist diese Heimkehr-Dankeskirche in den Fünfzigerjahren gebaut worden und am 13. Dezember 1959 auf das Patrozinium „Heilige Familie – Heimkehr aus Ägypten“ geweiht. Diese Kirche geht auf die Initiative von Pfarrer Halbe zurück, doch sind es Ungezählte, die sie durch ihren Einsatz und durch ihr Opfer ermöglicht haben. Zugleich haben sie so den kommenden Generationen die Mahnung hinterlassen, das persönliche und das gesellschaftliche Leben und den Staat auf Gott zu bauen.

Vor dem Bild der Muttesgottes hier erleben wir, was Papst Benedikt XVI. in seiner Predigt am 23. September im vorigen Jahr im Marienheiligtum in Etzelsbach zum Ausdruck brachte, als er sagte, dass Maria uns „Geborgenheit und neue Kraft“ schenkt. Die aber sind für uns immer wieder nötig, damit wir unsere Aufgaben in Politik und Gesellschaft erfüllen können – und in der Kirche in der Neuevangelisierung der Welt.

Nicht ohne Grund ist Maria unsere beste Wegweiserin auf den Wegen der Welt, wie Papst Benedikt XVI. uns in Etzelsbach sagte: „Wir gehen durch Höhen und Tiefen, aber Maria tritt für uns ein bei ihrem Sohn und hilft uns, die Kraft seiner göttlichen Liebe zu finden und sich ihr zu öffnen.“

Was sie, die Mutter Christi, auf der Hochzeit zu Kana zu den Dienern sagte, das sagt sie auch uns: „Was er euch sagt, das tut“ (Joh 2, 5).

Amen!

 

(Foto: Hermann Haferkamp)

Gedenken an Pfarrer August Halbe - Förderverein traf sich zur Mitgliederversammlung und setzt sich für den Erhalt der Heimkehrer-Dankeskirche ein

Heimkehrer-Dankeskirche
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Einen besonderen Gedenktag feierte am vergangenen Sonntag (18. März 2012) die Heimkehrer-Dankeskirche Bochum-Weitmar. Sie gedachte in einem festlichen Hochamt am 4. Fastensonntag (lat. laetare "freue dich!") mit Pastor Theo Schwens, der vom Ruhrbischof auch weiterhin besonders für die Kirche mit ihrer Gedenkstätte in der Krypta beauftragt ist, ihrem Erbauer und 1. Pfarrer, August Halbe, der an diesem Wochenende 100 Jahre alt geworden wäre. 

Unter den zahlreichen Gläubigen konnte Pastor Theo Schwens unter anderem einige Verwandte des Priesters August Halbe in der Heimkehrer-Dankeskirche begrüßen, die aus dem sauerländischen Geburtsort Ottfingen und der Umgebung angereist waren. Seine schriftlichen Grüße übermittelte auch der Ottfinger Pfarrer Ludger Vornholz der Gemeinde.

Dem Erbe Pfarrer August Halbes – einen ‚lebendigen Dankaltar’ als Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern zu schaffen und so seinen Dank für die glückliche Rettung aus der Kriegsgefangenschaft auszudrücken – fühlen sich bis heute viele Menschen in der Gemeinde an der Filialkirche Heilige Familie verpflichtet. Der Vertreter Papst Benedikt XVI. in Deutschland, Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, der am 2. Juni 2012 in der Heimkehrer-Dankeskirche zu Gast sein wird, richtete zum 50. Weihetag des Gotteshauses im Jahr 2009 eine schriftliche Grußbotschaft an die Gemeinde mit folgendem Auftrag: „Mit dem Dank an Gott, der in der ‘Heimkehrer-Dankeskirche’ seinen Ausdruck findet, verbindet sich … das dankbare Gedenken an Pfarrer August Halbe und alle, die seinerzeit zur Umsetzung des Projektes beigetragen haben, aber auch an die, die sich dem Vermächtnis verpflichtet wissen, das mit dieser Kirche verbunden ist.“

Diesem Anliegen – sich Halbes Vermächtnis verpflichtet zu wissen – möchte der Förderverein Heimkehrer-Dankeskirche Bochum-Weitmar Rechnung tragen. Er sorgt dafür, die weitere Gemeindearbeit finanziell zu fördern und zu unterstützen. Nachdem die Pfarrei St. Franziskus mit der Filialkirche Heilige Familie (Heimkehrer-Dankeskirche) errichtet wurde, stehen der Kirche auch weniger Kirchensteuermittel zur Verfügung. So sorgt der Förderverein dafür, dass hier auch weiterhin ein Gemeindeleben möglich ist. Im Anschluss an das festliche Hochamt, indem auch besonders an die verstorbenen Mitglieder des Fördervereins gedacht wurde, trafen sich die Mitglieder im Gemeindeheim zur diesjährigen Mitgliederversammlung. In der Vergangenheit konnten bereits einige Maßnahmen durch den Verein unterstützt werden. Darüber informierte der Vorsitzende Dr. Jochen Drügh die Mitglieder in seinem Bericht. Unter anderem beschloss die Versammlung, die örtlichen Pfadfinder mit einem entsprechenden Betrag bei der Anschaffung neuer Zelte zu unterstützen. Während der Versammlung wurde auch ein neuer Vorstand gewählt. Dieser setzt sich nun wie folgt zusammen: Dr. Jochen Drügh (Vorsitzender), Alfons Stiewe (stellvertretender Vorsitzender), Lothar Schmidt (Kassierer), Bernd Heumann (Schriftführer) und Pfarrer Norbert Humberg (geborenes Mitglied). Pastor Theo Schwens richtete zum Schluss noch einige Worte an die zahlreich erschienenen Mitglieder und wies auf die Bedeutung der Heimkehrer-Dankeskirche und besonders ihre aussagekräftigen Kirchenfenster hin.

Dr. Jochen Drügh bedankte sich besonders für die finanzielle Unterstützung durch Gruppen und Vereine der Gemeinde sowie die Spenden einzelner Privatpersonen. Besonders erwähnte er die Einnahmen aus dem Gemeindefest, des Basars des Handarbeits- und Bastelkreises und des KAB-Lottotipps. Diese Beträge konnten dem Förderverein für seine Arbeit zur Verfügung gestellt werden.

"Wir möchten die Menschen stärker an die Heimkehrer-Dankeskirche binden, ihnen eine Plattform bieten, sich zu engagieren und so das Gefühl der Verbundenheit mit ihrer Kirche stärken.", so der Vorsitzende, Dr. Jochen Drügh.

Informationen zum Förderverein gibt es bei Dr. Jochen Drügh (Tel.: 0234 4628408, Email: druegh.bochum@arcor.de) oder Alfons Stiewe (Tel.: 0234 471525, Email: alfons.stiewe@web.de).

Gruppen, Vereine und Verbände haben auch die Möglichkeit die Kirche und ihre Gedenkstätte in der Krypta nach vorheriger Terminabsprache zu besuchen und an einer Kirchenführung teilzunehmen. Ansprechpartner sind Alfons Stiewe und Christian Herker (Tel.: 0234 473453, Email: christianherker@yahoo.de).


Hintergrund:

Die Heimkehrer-Dankeskirche wurde 1958 von Pfarrer August Halbe errichtet. Nach seiner Heimkehr aus einer fünfjährigen Kriegsgefangenschaft im Ural begann er zusammen mit 20 weiteren ehemaligen Kriegsgefangenen den Bau der Kirche. Im Dezember 1959 weihte Bischof Dr. Franz Hengsbach von Essen die Kirche, welche seit 2005 unter Denkmalschutz steht. Für viele Menschen ist die Heimkehrer-Dankeskirche ein Ort der Erinnerung und ein Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern.


Foto (v.l.n.r.):
 

Lothar Schmidt, Dr. Jochen Drügh, Alfons Stiewe, Bernd Heumann.


Bild: Christian Herker

Gemeinde gedenkt ihrem Gründer

Heimkehrer-Dankeskirche
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100. Geburtstag des ersten Pfarrers der Heimkehrer-Dankeskirche

Am 17. März 2012 wäre Pfarrer August Halbe 100 Jahre alt geworden. Dies ist für die Gemeinde an der Filialkirche Heilige Familie in Bochum-Weitmar ein Grund zur dankbaren Erinnerung an ihren Gründerpfarrer. Pastor i. b. D. Theo Schwens, Pfarrer von 1992 – 2002 und heute vom Ruhrbischof weiterhin besonders für die Heimkehrer-Dankeskirche beauftragt, wird in der Kirche an der Karl-Friedrich-Str. 109 in Weitmar aus diesem Anlass am Sonntag, 18. März 2012 um 10 Uhr das Hochamt feiern.

Geboren wurde August Halbe 1912 in Ottfingen im Erzbistum Paderborn als 6. Kind von 10 Geschwistern. 1932 machte er in Attendorn das Abitur. Nach dem Theologiestudium empfing er am 7. Januar 1940 durch Erzbischof Kasper Klein im Dom zu Paderborn die Priesterweihe. „Sein ‚Adsum’ – Hier bin ich – kam aus der Tiefe seines Herzens im Glauben an Jesus Christus,…“, so beschrieb es sein langjähriger Weggefährte Pfarrer Leonhard van der Velden (gestorben am 7. Dezember 2009 in Kevelaer) in seiner Predigt am Begräbnistag in seinem Heimatort Ottfingen. In Ottfingen konnte Halbe dann am 14. Januar 1940 auch seine Primiz, also die erste heilige Messe, feiern. Erste seelsorgliche Erfahrungen machte Halbe dann in Magdeburg. 1940 wurde er schließlich zum Sanitätsdienst nach Tapiau (Ostpreußen) eingezogen. Van der Velden beschrieb ihn als hilfsbereiten Kameraden an der Front in Frankreich und Russland. Am 30. August 1944 kam er mit van der Velden beim 2. großen Zusammenbruch der 6. Armee in Rumänien in russische Kriegsgefangenschaft. In seinem Buch „5 Jahre als Kriegsgefangener Priester im Ural“ schildert Halbe später seine Erinnerungen an die Kriegsjahre. Im Vorwort resümiert Halbe: „Der Priesterberuf gab meinen Gefangenschaftsjahren eine besondere Note. Ich höre nicht gerne, wenn Heimkehrer sagen, die Zeit der Gefangenschaft sei eine verlorene Zeit gewesen.“ Van der Velden, den Halbe in seinem Buch liebevoll ‚Bruder Leo’ nannte, bekannte: „Die Gefangenschaftsjahre haben uns Gottes unmittelnahe Nähe erfahren lassen, uns reifer gemacht zum Zeugnis für den Glauben an den einen Herrn Jesus Christus.“ Seine Heimkehr schilderte Halbe in seinen Niederschriften so: „Am Vormittag des 6. Dezember 1949, dem Fest des hl. Nikolaus traf ich auf dem Heimatbahnhof ein. Gern wäre ich den zwei Kilometer weiten Weg zum Heimatdorf allein hinaufgegangen. Doch es hatte jemand von der Bahnstation zum Dorf telefonisch die Nachricht von meiner Ankunft durchgegeben. So kamen die Eltern, Geschwister, Nachbarn und dann in immer dichteren Scharen die Dorfbewohner mir entgegen. Der abgetragene russische Watteanzug und die Pelzmütze hatten mich noch nicht unkenntlich gemacht. … Der ganze Zug folgte mir am Elternhaus vorbei zur Kirche, um mit mir Gott zu danken und das Lied anzustimmen: ‚Großer Gott wir loben Dich!’“ Weiter bekennt Halbe: „Ich bin überzeugt, dass mehr die Gebete der Heimat als das Wohlwollen der Siegermächte im Osten unsere Heimkehr erwirkt haben.“ Vom 15. April 1950 an war er Kaplan in der Pfarrgemeinde St. Franziskus Bochum-Weitmar, wo er mit vielen Heimkehrern danksagen wollte im Bau einer Heimkehrer-Dankeskirche im Ortsteil Mark-Neuling, die am 12. Dezember 1959 auf das Patrozinium „Heilige Familie – Heimkehr aus Ägypten“ geweiht wurde. Dort wurde er am 6. Januar 1960 zum Pfarrer ernannt. Dem unnachlässigen Beharren August Halbes ist der Kirchbau zu verdanken. Für viele Menschen ist die Heimkehrer-Dankeskirche als „lebendiger Dankaltar“ bis heute ein Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern. Beim 7. Heimkehrertreffen 1967 konnten Tafeln mit den Namen zahlreicher Kriegsgefangenenlager in Ost und West in die Gedenkstätte in der Krypta getragen werden. Am 6. Juli 1969 musste Pfarrer Halbe aus gesundheitlichen Gründen auf seine Pfarrstelle verzichten. Sein Nachfolger als Pfarrer der Heimkehrer-Dankeskirche wurde Pfarrer Helmut-Martin Jägersberg (gestorben am 1. Mai 2010 in Bochum-Weitmar). Nach den Weitmaraner Jahren wirkte August Halbe noch fünf Jahre seelsorglich in Meinerzhagen. Am 5. August 1974 verstarb Halbe in Olpe. Die Gemeinde Heilige Familie Bochum-Weitmar wird ihrem Gründer und ersten Pfarrer ein ehrenvolles Gedenken bewahren.

Vertreter Papst Benedikt XVI. besucht Heimkehrer-Dankeskirche

Hohen Besuch bekommt die Heimkehrer-Dankeskirche in diesem besonderen Jahr: Am 2. Juni 2012 wird Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset um 16.30 Uhr in Weitmar-Mark zu Gast sein. Der Erzbischof ist Botschafter des Papstes in Deutschland und kommt aus Anlass der 89. Wallfahrt der katholischen Eichsfelder nach Bochum-Stiepel am Dreifaltigkeitssonntag (3. Juni 2012). Vorher macht er in Weitmar Station, wo er nach einer Andacht und einer Ansprache an die versammelten Gläubigen den bischöflichen Segen Erteilen wird. Alle Interessierten sind zu der Begegnung mit dem päpstlichen Vertreter sehr herzlich eingeladen.

 

Foto: Hermann Haferkamp

Aus der Nachbarschaft

Allgemein

Besinnungstage und Exerzitien im Jahr 2012 im Kloster Stiepel

Das Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel bietet im Jahr 2012 wieder einige Besinnungstage und Exerzitien an. Alle interessierten Gläubigen sind sehr herzlich hierzu in das Kloster eingeladen!

Die komplette Übersicht über die Besinnungstage und Exerzitien für das Jahr 2012 im Kloster Stiepel kann auf der Homepage des Klosters Stiepel eingesehen werden: Übersicht

Ansprechpartner für Rückfragen

Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel
Am Varenholt 9
Tel.: 0234 77705-0
Fax: 0234 77705-18
Email: info@kloster-stiepel.de
Internet: http://www.kloster-stiepel.de

Sternsingeraktion 2012 - DANKE

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Klopft an Türen, pocht auf Rechte!

Unter diesem Motto klopften 34 Kinder unserer Gemeinde an die Türen Weitmars und brachten den Segen Gottes für das Jahr 2012 in die Häuser. Begleitet wurden die Kinder von Jugendlichen, die schon seit vielen Jahren an der Sternsingeraktion teilnehmen und auch jedes Jahr die Organisation des gesamten Projektes in der Hand haben.

In unserer Gemeinde kam ein Betrag von 6.587,62 Euro zusammen, der über das Kindermissionswerk an ein Wohnheim der Caritas Lipova, Rumänien, für Schüler gespendet wird.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die unsere diesjährige Sternsingeraktion durch tatkräftige Hilfe, großzügige Spenden und einen freundlichen Empfang an der eigenen Wohnungstür unterstützt haben. Insbesondere danken wir den Kindern und Jugendlichen, die bei Wind und Regen durch unsere Straßen gezogen sind.

 

Übrigens: In ganz Deutschland machen sich pro Jahr sage und schreibe rund 500.000 Sternsinger auf den Weg und sammeln jährlich über 40 Millionen Euro für ca. 2100 Projekte in über 110 Ländern.

Kirche und Internet 02 - Termine doodeln

Allgemein
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Nachdem es in "Kirche und Internet 01" um die Existenz, die Vorteile und die Einrichtung von E-Mail-Programmen ging, möchte ich nun ein Problem thematisieren, um das es in den meisten E-Mails im kirchlichen Bereich geht. Das Abstimmen von Terminen. Jeder kennt es, keiner Mag es und fix zwo drei produzieren Diskussionen um den Termin für das nächste ...-Treffen 20 E-Mails und mehr.

Diese Diskurse laufen meistens ähnlich ab wie PingPong mit mehreren Spielern.

1. Runde

  • Person A mailt eine Mail mit einem Termin in die Runde.
  • 3 Leute stimmen zu.
  • 2 melden sich nicht.
  • 2 haben keine Zeit (1. Runde, 6 Mails).

2. Runde

  • Person A schickt den nächsten Vorschlag raus.
  • 5 stimmen zu.
  • Einer kann am ersten Termin jetzt doch, am neuen jedoch nicht.
  • Einer kann nicht.
  • Einer meldet sich nicht (2. Runde, 8 Mails, 14 Mails gesamt)...

Das geht noch ein wenig hin und her, bis sich am Ende sowieso nur 6 der 8 Leute treffen und die meisten von den vielen Mails hinreichend frustriert sind.

Ein Lösungsansatz hierfür findet sich auf doodle.com (gesprochen "Dudel"). Mit Doodle kann man Terminumfragen erstellen, anschließend bekommt man einen Link zur Webseite der Umfrage, den man z.B. per E-Mail an potentielle Teilnehmer verteilen kann. Jeder Teilnehmer besucht EINMAL die Webseite mit der Umfrage und kreuzt alle Termine an, an denen er oder sie Zeit hat. Nach ein paar Tagen schließt der Initiator die Umfrage, schaut an welchem Termin die meisten Teilnehmer Zeith aben und verschickt das Ergebnis. Das macht 2 Mails, die verschickt werden mussten. Als eingespieltes Team, kann man auf die letzte Mail sogar verzichten, da jeder das Umfrageergebnis einsehen kann und so selbst sieht, auf welchen Termin es hinausläuft.

Prinzipiell ließe sich ein ähnliches System auch per Mail verwirklichen, indem man direkt in der ersten Mail mehrere Terminvorschläge herumschickt, aber so bleibt es nötig, dass eine Person von allen anderen die Mails entgegennimmt und die möglichen Teilnehmer zusammen zählt. Inklusive dem ein oder anderen Vielleicht und evtl. an deren unklaren Aussagen. Diese Arbeit entfällt im Fall von Doodle und man bekommt das Ergebnis übersichtlich als Tabelle dargestellt.

Wie beim letzten Artikel verlinke ich hier wieder ein kleines Video, in dem das Vorgehen einmal dargestellt wird. Wobei ich die Hürde Doodle zu benutzen deutlich geringer einschätze als ein E-Mail-Programm zu installieren und einzurichten.

Bild von this.is.seba

Neujahrsempfang 2012

Allgemein
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Der Neujahrsempfang am Sonntag, 08.01.2012 wurde von der Gemeinde sehr gut angenommen. Stellvertretend für die 1. Vorsitzende Frau Dagmar Benning, konnte Frau Dorothea Lenniger ca. 100 Gemeindemitglieder herzlichst begrüßen. In einem kurzen Grußwort bedankte Sie sich für das große ehrenamtl. Angagement und hoffte auch für das kommende Jahr auf die Unterstützung der Vereine, Gruppierungen und Gemeindemitglieder. Pfarrer Humberg schloss sich den Ausführungen von Frau Lenniger an und bat die Gemeinde auch für das Jahr 2012 um solidarische Unterstützung. Abgerundet wurde der Neujahrsempfang durch musikalische Beiträge einer kleiner Gruppe des Pfarrorchesters unter der Leitung des Kantors Herrn Leo.

Besuch aus Hong Kong

Heimkehrer-Dankeskirche
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Chinesen von Heimkehrer-Dankeskirche beeindruckt

Besuch aus der Partnerdiözese Hongkong bekam kürzlich das Bischöfliche Jugendamt in Essen. 23 junge Menschen sind von fern angereist, um sich im Bistum Essen mit Jugendlichen über die kirchliche Jugendarbeit auszutauschen und über Begegnungsmöglichkeiten nachzudenken. Im Laufe ihres Besuches konnten sie Projekte der Jugendberufshilfe, der offenen Kinder- und Jugendarbeit, Jugendkirchen oder die Freiwilligendienste im Bistum näher kennenlernen. Aber auch die Kultur kommt bei diesem Besuch nicht zu kurz. So standen auch Besuche auf Zeche Zollverein, des Ruhrmuseums, des Gasometers und der Bochumer Heimkehrer-Dankeskirche in Weitmar auf dem Programm. Untergebracht war die Gruppe gemeinsam mit den Jugendlichen aus dem Bistum Essen im Jugendhaus St. Altfrid.

Besuch aus Hongkong in der Heimkehrer-DankeskircheBegleitet wurde die Gruppe der jungen Chinesen bei ihrem Besuch in der Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum-Weitmar von dem Bochum Stadtjugendpfarrer Matthias Feldmann und dem BDKJ-Stadtseelsorger Florian Rommert. Alfons Stiewe führte die Besuchergruppe dann durch die Heimkehrer-Dankeskirche und brachte den jungen Chinesen so ein bedeutendes Stück deutscher Geschichte näher. Die Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum-Weitmar wurde 1958 von Pfarrer August Halbe errichtet. Nach seiner Heimkehr aus einer fünfjährigen Kriegsgefangenschaft im Ural begann er zusammen mit 20 weiteren Kriegsgefangenen den Bau der Kirche als Ausdruck der Dankbarkeit vor Gott und die Rettung aus der Haft. Am 12. Dezember 1959 weihte der erste Essener Bischof Dr. Franz Hengsbach die Kirche und seit 2005 steht das Gotteshaus unter Denkmalschutz. In der Krypta befindet sich heute ein Museum, das zahlreiche Gegenstände enthält, die in den Lagern mit deutschen Kriegsgefangenen entstanden sind. Hinzu kommen Gemälde und Zeichnungen aus dem Alltagsleben der Lagerinsassen, unter anderem eine Kopie der bekannten Madonna aus Stalingrad. Die Kirche ist somit zu einem Erinnerungsort von nationalem Rang geworden, in der die historische und religiöse Erinnerung einer Generation von Kriegsteilnehmern ihren Ausdruck gefunden hat. Auch für junge Menschen sind Kirche und Krypta lohnenswert: Zum einen erhalten sie Einblicke in die dunklen Jahre der Geschichte. Zum anderen vermittelt der Ort ein tieferes Verständnis für ein Leben in Frieden und Freiheit. Nachfolgenden Generationen soll hier vor Augen geführt werden, dass das Recht der Freiheit und der Menschenwürde nicht selbstverständlich ist und stets ins Bewusstsein gerückt und bewahrt werden muss.

Besuch aus Hongkong in der Heimkehrer-DankeskircheAssunta aus Hong Kong, eine der Teilnehmerinnen, meinte nach dem Kirchenbesuch: "Ich empfinde es als so großartig, Zeuge der Geschichte dieser Gemeinde zu sein." Eine weitere chinesische Teilnehmerin, Natalie, sagt: "Wir sind sehr stolz, dass wir die Chance hatten, deutsche Geschichte zu erleben. Der Schmerz und die Fehler, die über uns eingebrochen waren, zeigen uns, dass Friede und Einheit zielführend sind." Dann fährt Natalie mit einem Gebet fort: "Der barmherzige Gott beschütze diese Gedenkstätte und es macht mich glücklich, dass er mich sicher nachhause begleiten wird." Der Chinese Kim, ebenfalls aus Hong Kong, formuliert im Gästebuch der Heimkehrer-Dankeskirche eindruckvoll ein Gebet, dass die Umschreibung der berühmten Stalingradmadonna - Licht, Leben, Liebe - aufgreift: "Danke Gott, dass du uns ein Licht gesandt hast. Du hast die Gnade des Seins, besitzt das Leben und die kostbare Gabe zu lieben und geliebt zu werden."

Als Alfons Stiewe zum Abschluss des Besuches der Gäste aus dem Partnerbistum Hong Kong die Schutzmantelmadonna der Kirche am Seitenaltar erläuterte, zündet er zwei Kerzen an. Eine - so sagt er - für Hong Kong und eine für das Bistum Essen. Daraufhin ertönte in dem Bochumer Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern etwas sicherlich einzigartiges und symbolträchtiges: In chinesicher, deutscher, englischer Sprache begannen die Teilnehmer zu beten und wandten sich international mit dem "Ave Maria" vertrauensvoll an die Gottesmutter.

Fotos: H. Haferkamp

Kirche und Internet 01 - Das E-Mail-Programm

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Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich. Diese Devise hat sich bei mir über die Jahre entwickelt, als ich feststellen musste, dass es mehr von allem gibt, als Lebenszeit da ist - mehr Musik, mehr Bücher, mehr Filme und vor allem mehr zu tun. Computer und das Internet bergen sowohl die Gefahr Zeit zu verbraten, die man sich eigentlich nicht nehmen wollte, als auch die Möglichkeit, viel Zeit zu sparen. Mit vielen Werkzeugen rund ums Netz geht vieles schneller. Nicht umsonst läuft sehr viel Kommunikation innerhalb der Gemeinde mittlerweile über E-Mail.

Gerade E-Mail wird viel zu oft gleichsam mit angezogener Handbremse benutzt. Mit diesem Text möchte ich den Versuch starten, einige Handbremsen zu lösen und indirekt Zeit zu generieren, die dann für wichtigere Dinge zur Verfügung steht, als Passwörter zu suchen und Anmeldeformulare auf Webseiten auszufüllen.

Die potentiell erlösende Nachricht ist die folgende:

“Es gibt Programme, die E-Mails abholen, verschicken und verwalten, die mit mehreren E-Mail-Adressen gleichzeitig umgehen können und das Einloggen auf Webseiten überflüssig machen und eins dieser Programme ist schon auf Ihrem Computer installiert.”

Für viele ist das ein alter Hut, aber ich erinnere mich noch daran, wie mich zum ersten mal jemand auf E-Mail-Programme gestoßen hat, womit E-Mail für mich erst zum ernst zu nehmenden und vor allem praktischen Kommunikationsmedium wurde.

Prinzipiell muss jede E-Mail-Adresse in einem solchen Programm erstmal eingerichtet werden, das aber einmalig und anschließend entfällt das Einloggen. Alles geht schneller, da nur noch die E-Mails selbst aus dem Netz geladen werden müssen, nicht aber die Webseite drumherum, die die Mails anzeigt. Im Fall, dass man nur eine E-Mail-Adresse betreibt, ist die Zeitersparnis noch nicht dramatisch, kommen aber mehrere Adressen ins Spiel, spart man nicht nur das Anmelden auf diversen Webseiten, sondern kann z.B. von einem gemeinsamen Adressbuch Gebrauch machen, dass sonst bei jedem E-Mail-Anbieter einzeln angelegt werden müsste. Soweit zu den Vorzügen, die die Verwendung eines solchen Programms hat.

Falls die Existenz dieser Programme für Sie neu und begrüßenswert ist, Sie sich aber seit mehreren Abschnitten fragen, wo das entsprechende Programm auf Ihrem Rechner zu finden ist und wie man es einrichtet, so möchte ich dafür auf eine weiterführende Seite verweisen. Hilfe zum Einrichten von E-Mail-Programmen gehört nicht in die News-Sektion der Gemeindeseite, sondern ist nur einen Klick auf die ersten drei Worte dieses Satzes entfernt.

An dieser Stelle möchte ich den Artikel schließen. Es gäbe über E-Mail-Programme noch einiges zu erzählen, aber ich habe mich hier absichtlich auf das Lösen der Handbremse beschränkt, wie man auf die Autobahn kommt, erzähle ich später und wie man anfährt ist in der "Hilfe zum Einrichten" beschrieben.

Die Briefgrafik stammt von gbaku.