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Regionalverband Ruhr würdigt Heimkehrer-Dankes-Kirche mit Themenrouten-Tafel

Heimkehrer-Dankeskirche
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Seit einigen Jahren ist die Heimkehrer-Dankes-Kirche Bochum eine der Stationen der Route Industriekultur (Nr.26 / Sakralbauten). Nun wurde kürzlich an der Bochumer Kirche auch eine Themenrouten-Tafel mit geschichtlichen Daten zu dem einzigartigen Sakralbau im Bochumer Südwesten sowie einem historischen Foto vom ersten Spartenstich auf dem städtischen Bürgersteig im Regionalverbandes Ruhr (RVR) in Essen aufgestellt. Erste Verhandlungen mit dem RVR gab es bereits im Februar 2016. Die Texte und Fotos wurden zwischen der katholischen Kirchengemeinde und dem RVR abgestimmt. Ein besonderer Dank ergeht an der Archiv des Bistums Essen für das zur Verfügung gestellte Bildmaterial. Nachdem der Kirchenvorstand der Pfarrei St. Franziskus Bochum sein zustimmendes Votum gefasst hatte und auch der Gestattungsvertrag der Stadt Bochum vorlag, konnte die Tafel nun aufgestellt werden. Horst Jeschonnek von der Abteilung für Regionales Standort- und Infrastrukturmanagement des RVR und Christian Herker vom Gemeinderat St. Franziskus Bochum-Weitmar freuen sich außerordentlich, dass die Themenrouten-Tafel fortan Passanten auf die wichtige Bedeutung der Heimkehrer-Dankes-Kirche Bochum als deutschlandweit einzigartiges Mahnmal für Frieden und Aussöhnung untern den Völkern hinweist. Für die Gemeinde ist es eine umso größere Freude, dass die Aufstellung der Tafel noch direkt zu Beginn der Sanierungsarbeiten in der Heimkehrer-Gedenkstätte mit dem integrierten Museum in der Krypta der Kirche erfolgen konnte. Das Museum ist nun seit dem 12. September 2016 vorerst geschlossen und wird voraussichtlich im Frühjahr 2017 nach einer kompletten Neukonzeptioin wieder für die gesamte Öffentlichkeit zugänglich sein.

Hintergrund (Route Industriekultur):

Mehr als 1000 Standorte in aktuell 28 Themenrouten (die Routen "Gelsenkirchen" und "Eisen & Stahl" sind in Vorbereitung) bilden derzeit ergänzend zur eigentlichen Route der Industriekultur ein feingliedriges Netzwerk, das die Industrielle Kulturlandschaft des Ruhrgebiets in all seinen Facetten spiegelt. Die Natur spielt hier ebenso eine Rolle wie Stadtgeschichte, beeindruckende Architektur, die prägende Bergbauvergangenheit und Stahlproduktion oder das vielfältige Transportwesen. Der Begriff Route ist dabei nicht als vorgegebene Wegstrecke zu verstehen, sondern bietet den fachlich und speziell Interessierten die Chance, das Ruhrgebiet auf ganz persönliche und durchaus auch auf ganz andere Weise zu entdecken. Ob es nun um historische Eisenbahne, die Dortmunden Bierbraukunst, das UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen oder die Industrialisierung der Region geht. Für die Zusammenstellung der Routen, der Texte und Bilder zeichnen dabei stets Experten des Fachgebietes verantwortlich.
Ein vielfach unbekanntes, aber bedeutendes Kapitel der Industriekultur sind die Orte des Glaubens und der Andacht. Die Kulturlandschaft des Ruhrgebiets bietet theologisch Interessierten, Historikern und Kunsthistorikern, Einheimischen wie Touristen eine faszinierende Fülle an Sakralbauten des Industriezeitalters. Migranten aller Epochen brachten und bringen bis heute ihren Glauben mit und wirbelten dabei die seit der Reformation statische Konfessionsstruktur zwischen Ruhr und Lippe durcheinander. Ausdruck davon war eine enorme Zunahme an Kirchenbauten beider christlicher Konfessionen vor dem Ersten Weltkrieg. So wurden in den Dörfern, die nun zu Bergbaustädten wurden, alte kleine Kirchen abgerissen und an ihre Stelle neue gebaut; teilweise wurden die alten Gebäude erweitert. Vorherrschender Baustil war hierbei die Neugotik. In der Weimarer Zeit entstanden bemerkenswerte Neubauten u.a. im Backsteinexpressionismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte zwischen 1950 und 1970 der Bauboom noch einmal ein mit der Folge, dass die Route auch zahlreiche Beispiele modernen Kirchenbaus vorzuweisen hat. Die Route umfasst auch alte und neue Synagogen sowie Gotteshäuser späterer Zuwanderer wie orthodoxe Christen und Muslime und den Hindutempel in Hamm als anschauliche Belege des Wandels zu einer multikulturellen Metropole Ruhr. Kirchentouren mit dem Fahrrad bietet echtnahdran an.

Hintergrund (Heimkehrer-Dankes-Kirche):

Die Heimkehrer-Dankes-Kirche in Bochum-Weitmar wurde 1958 von Pfarrer August Halbe errichtet. Nach seiner Heimkehr aus einer fünfjährigen Kriegsgefangenschaft im Ural begann er zusammen mit 20 weiteren ehemaligen Kriegsgefangenen den Bau der Kirche. Im Dezember 1959 weihte Bischof Franz Hengsbach die Kirche, welche seit 2005 unter Denkmalschutz steht. Für viele Menschen ist die Heimkehrer-Dankes-Kirche ein Ort der Erinnerung und ein Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern.

Museum in der Krypta der Heimkehrer-Dankes-Kirche öffnet vorerst letztmalig

Heimkehrer-Dankeskirche

An gleich zwei aufeinanderfolgenden Wochenende lädt die deutschlandweit einzigartige Heimkehrer-Dankes-Kirche wieder Besucher aus Nah und Fern zur Besichtigung und zum Verweilen ein.

Öffentliche Führung

An jedem ersten Sonntag im Monat bieten die Kirchenführer/innen um 11 Uhr (nach dem Hochamt um 10 Uhr) eine fachkundige öffentliche Führung durch die Kirche und Krypta an. So findet die nächste öffentliche Führung am Sonntag, 4. September 2016, 11 Uhr statt. "Diese öffentlichen Führungen ziehen mittlerweile nicht nur Menschen aus Bochum, sondern auch aus den umliegenden Städten an", freut sich Christian Herker vom Gemeinderat St. Franziskus Bochum-Weitmar. Zu den Führungen sind sowohl Einzelbesucher als auch Gruppen sehr herzlich eingeladen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Für geschlossene Gruppen können natürlich auch gesonderte Termine gebucht werden. Entweder direkt online hier oder telefonisch über das Pfarrbüro St. Franziskus Bochum (Tel.: 0234 - 43 11 72).

Tag des offenen Denkmals

Am darauffolgenden Sonntag, 11. September 2016, beteiligt sich auch die Heimkehrer-Dankes-Kirche wieder am deutschlandweiten "Tag des offenen Denkmals". Das Motto lautet in diesem Jahr "Gemeinsam Denkmale erhalten". Das Hochamt zur Eröffnung des Tages in der Kirche Heilige Familie (Heimkehrer-Dankes-Kirche) findet um 10 Uhr statt. Anschließend ist die Kirche dann ganztägig von 11 Uhr bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Führungen durch Kirche und Krypta werden an diesem Tag jeweils um 11 Uhr, 15 Uhr und 17 Uhr angeboten.

Orgelkonzert

Ein Orgelkonzert am Sonntag, 11. September 2016, 16 Uhr bis 17 Uhr, rundet den "Tag des offenen Denkmals" in der Heimkehrer-Dankes-Kirche ab. Hierzu sind alle Besucher und Musikfreunde sehr herzlich eingeladen. Präsentiert werden Werke aus verschiedenen Epochen. Es konzertiert an der Stockmann-Orgel der Heimkehrer-Dankes-Kirche Niklas Piel, Student der Hochschule für Musik in Detmold. Niklas Piel, 1996 in Bochum geboren, machte seine ersten musikalischen Erfahrungen an Akkordeon und Posaune. Im Alter von 13 Jahren begann der erste Orgelunterricht bei Axel Lask, bevor 2012 Michael Goede sein neuer Orgellehrer wurde und später noch Gesangsunterricht hinzukam. Seit Oktober 2015 studiert er an der Hochschule für Musik in Detmold katholische Kirchenmusik, in der Orgelklasse bei Prof. T. A. Nowak.

Neukonzeption Museum

Gleichzeitig mit dem "Tag des offenen Denkmals" ist auch die Heimkehrer-Gedenkstätte mit dem integrierten Museum in der Krypta der Heimkehrer-Dankes-Kirche vorerst letztmalig für die kommenden Monate geöffnet. Grund hierfür sind umfangreiche Renovierungs- und Modernisierungarbeiten. "Die Räumlichkeiten werden erst einmal umfassend saniert. Ziel ist anschließend eine gesamte Neukonzeption des kleines Museums in der Krypta", so Christian Herker. Teilweise hätten die Arbeiten bereits begonnen. "Die Neukonzeption war eigentlich bereits seit Jahren überfällig. Leider fehlten jedoch die finanziellen Mittel hierfür", so Herker weiter. Dann kam die Idee auf, sich mit dem Projekt um ein Sponsoring der Stadtwerke Bochum zu bewerben. Diese Bewerung sei erfolgreich gewesen. "Es war natürlich eine große Freude, bei diesem Projekt nun einen starken Partner, wie die Stadtwerke Bochum, an unserer Seite zu haben, der uns durch ein Sponsoring bei der Umsetzung tatkräftig unterstützt", zeigt sich Herker erfreut. Das Geld sei ein echter Segen gewesen. Dennoch rechnet Herker mit über 20.000€ für den gesamten Umbau. Daher wird sich auch der Förderverein Heimkehrer-Dankes-Kirche e.V. noch finanziell in das Gesamtprojekt mit einbringen. Herker weist ausdrücklich darauf hin, dass so für die Neukonzeption keinerlei kirchliche Mittel, die ohnehin immer knapper werden, von der Pfarrei abgerufen werden. Voraussichtlich im Frühjahr 2017 soll das Museum in einem komplett neuen Erscheinungsbild erstrahlen und wieder eröffnet werden. Ziel sei es, so Herker, vor allem auch die jüngere Generation durch die Neukonzeption der Dauerausstellung anzusprechen.

Hintergrund

Die Heimkehrer-Dankes-Kirche in Bochum wurde in den Jahren 1958/59 auf entscheidende Initiative von Pfarrer August Halbe errichtet. Nach seiner Heimkehr aus einer fünfjährigen Kriegsgefangenschaft im Ural begann er zusammen mit 20 weiteren ehemaligen Kriegsgefangenen den Bau der Kircge. Im Dezember 1959 weihte der damalige Bischof Dr. Franz Hengsbach die Kirche, welche seit 2005 unter Denkmalschutz steht. Für viele Menschen ist die Heimkehrer-Dankes-Kirche ein Ort der Erinnerung und ein Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern sowie ein spirituelles und kulturelles Zentrum im Zuge der Völkerverständigung. In dem kleinen Museum in der Krypta werden zahlreiche Gegenstände, die in den vielen Kriegsgefangenenlagern des 2. Weltkrieges entstanden sind, repräsentiert. Hinzu kommen eindrucksvolle Gemälde und Zeichnungen aus dem Alltagsleben der Lagerinsassen sowie eine Reproduktion der so genannten "Stalingradmadonna".

Pfarrer Norbert Humberg verstorben

Allgemein
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Unser Pfarrer Norbert Humberg ist tot. Der 66-jährige, der seit 2008 die Pfarrei St. Franziskus in Bochum-Weitmar leitete, ist am Mittwoch, 3. August, an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben.

Humberg, in Wattenscheid geboren und in der dortigen Propsteigemeinde St. Getrud aufgewachsen, hatte nach seinem Abitur in Bochum und Luzern Theologie und Philosophie studiert. Am 28. Mai 1982 empfing er durch Bischof Franz Hengsbach die Priesterweihe. Erste seelsorgliche Erfahrungen sammelte er als Kaplan in Oberhausen-Styrum. 1985 wechselte er als Stadt- und Domvikar nach Essen. Gleichzeitig übernahm Humberg die Leitung der damaligen Abteilung Sozialwesen im Bischöflichen Generalvikariat. Durch die soziale Arbeit im Ruhrbergbau und bei den Opelwerken entstanden schon damals enge Bindungen nach Bochum. Nach fünfjähriger Tätigkeit (1986 – 1991) als Pfarradministrator an der Domkirche in Essen ernannte ihn Bischof Hubert Luthe zum Pfarrer der Pfarrei St. Franziskus in Bochum-Weitmar. 2006 folgte die Ernennung zum Dechanten des Dekanates Bochum-Süd durch Bischof Felix Genn. Mit der Errichtung der neuen Pfarreistruktur und der Zusammenführung der Kirchengemeinden übertrug ihm Bischof Felix Genn 2008 die Leitung der neuerrichteten Pfarrei St. Franziskus in Bochum.

Bischof Franz-Josef Overbeck zeigte sich bestürzt und sehr traurig über den plötzlichen Tod von Pfarrer Humberg. Er würdigte den Verstorbenen als einen engagierten und den Menschen stets zugewandten Seelsorger. „Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen von Pfarrer Humberg und der gesamten Pfarrei St. Franziskus“, so Overbeck. Er werde des Verstorbenen im Gebet gedenken.

Wir trauern um unseren engagierten Pfarrer, Wegbegleiter und Seelsorger. Wir gedenken seiner im Gebet.

Trauerfeierlichkeiten für Pfarrer Norbert Humberg:

Das Auferstehungsamt für Pfarrer Norbert Humberg feiern wir am Donnerstag, 11. August 2016, 11 Uhr, in der Pfarrkirche St. Franziskus (Franziskusstr. 9, 44795 Bochum). Anschließend findet die Beisetzung auf der Priestergruft auf dem katholischen Friedhof St. Franziskus statt.

An den Tagen vor der Beisetzung (Sonntag, 7. August 2016, bis Mittwoch, 10. August 2016) werden jeweils von 18 Uhr bis 19 Uhr verschiedene Formen von Totengebeten in der Pfarrkirche St. Franziskus angeboten. Hier haben die Gläubigen dann die Möglichkeit persönlich Abschied von unserem verstorbenen Pfarrer Norbert Humberg zu nehmen. Diese Totengebete geben den Pfarrangehörigen, Verwandten und Freunden vor allem auch Gelegenheit zum stillen Abschiednehmen.

Am Mittwoch, 10. August 2016, findet dieses Gebet um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Franziskus in Form der Totenvesper statt.

Wir laden alle Gläubigen sehr herzlich zu den Trauerfeierlichkeiten und zur würdigen Verabschiedung unseres langjährigen Pfarrers ein und bitten weiterhin um das Gebet für den verstorbenen Priester.

Foto: Nicole Cronauge

Heimkehrer-Dankes-Kirche erhält Reliquie der Heiligen Edith Stein

Heimkehrer-Dankeskirche
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Die Heimkehrer-Dankes-Kirche erhält nun als Mahnmal für Frieden und Versöhnung ein besonderes Geschenk: Eine Reliquie der Heiligen Edith Stein (Schwester Teresia Benedicta vom Kreuz).

Edith Stein: Am 12. Oktober 1891 als Kind jüdischer Eltern in Breslau geboren. Sie studierte Philosophie und fand nach langem Suchen den verloreren Gottesglauben wieder. Schließlich wandte sie sich der katholischen Kirche zu und wurde am 1. Januar 1922 getauft. Ihren Lehrberuf und ihre wissenschaftliche Arbeit verstand sie fortan als Gottesdienst. 1933 trat sie in den Kölner Karmel ein. Im Sinne des von ihr gewünschten Ordensnamens Theresia Benedicta vom Kreuz opferte sie ihr Leben für das deutsche und jüdische Volk auf. Wegen der Judenverfolgung verließ sie Deutschland und fand am Silvestertag 1938 Aufnahme im Karmel von Echt in den Niederlanden. Am 2. August 1942 wurde sie von den nationalsozialistischen Machthabern verhaftet, wenige Tage später in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau (Polen) deportiert und wahrscheinlich am 9. August durch Giftgas ermordet. Papst Johannes Paul II. sprach sie am 1. Mai 1987 in Köln selig und am 11. Oktober 1998 heilig. 1999 wurde sie von Papst Johannes Paul II. zusammen mit Birgitta von Schweden und Katharina von Siena zur Schutzheiligen Europas erklärt. Ihren Gedenktag feiert die Kirche alljährlich am 9. August.

Reliquien - lateinisch "Überbleibsel" - sind in der Regel Körperteile oder persönliche Gegenstände eines Heiligen, die von Gläubigen verehrt werden. Bei der Reliquie handelt es sich u eine Reliquie zweiter Klasse. Dies bedeutet, dass es sich um eine echte Berührungsreliquie handelt, also um einen Gegenstand mit dem die Heilige in Berührung gekommen ist. Bei der vorliegenden Reliquie seien dies zwei Stoffstücke aus dem Brautkleid, welches Edith Stein bei ihrer Einkleidung im Kölner Karmel getragen jat, sowie aus ihrer Arbeitsschürze. Eine Reliquie erster Klasse wären alle Körperteile der Heiligen, insbesondere aus dem Skelett (ex ossibus, aus den Knochen), aber auch Haare, Fingernägel und, soweit erhalten, sonstige Überreste, in selteneren Fällen auch Blut. Da die Heilige jedoch bekanntlich im Massenvernichtungslager Auschwitz-Birkenau verbrannt wurde, gibt es von ihr keinerlei solche Überbleibsel. Die Reliquie, die zukünftig in der Heimkehrer-Dankes-Kirche aufbewahrt wird, ist ein Geschenk der Schwester des Karmelitinnenklosters Maria Frieden in Köln, in das Edith Stein 1933 eintrat. "Nach meinem Wissen", so Herker, "befindet sich eine solche Reliquie dieser Heiligen in Bochum und eventuell sogar im gesamten Bistum Essen nur noch in der Propsteikirche Peter und Paul in der Bochumer Innenstadt."

Gemeinderatsmitglied Christian Herker durfte das wertvolle Geschenk eigens in Köln abholen. Die Priorin (Obere) des Klosters, Schwester Ancilla Wißling OCD, führte ihn persönlich durch die gesamte Klosteranlage. Im Kloster ist auch das Edith-Stein-Archiv mit der gesamten Schriftensammlung der Heiligen beherbergt. An vielen Stellen konnte man noch heute tiefe Spuren vom Leben und Wirken Edith Steins im Kölner Karmel erkennen. Priorin Ancilla zeigt sich bei der Übergabe der Reliquie sichtlich erfreut, dass ihre heilige Mitschwester nun in Bochum an einem einzigartigen Ort, wie der Heimkehrer-Dankes-Kirche, einem Mahnmal, welches stetig von Frieden und Versöhnung auch zukünftigen Generationen erzählt, einen weiteren Ort der Vereherung erhält.

Der Gedenktag der Heiligen Edith Stein wird in der katholischen Kirche alljährlich am 9. August (also wie bei fast allen Märtyrern ihrem Todestag) begangen. Da der Termin in diesem Jahr auf einen Wochentag fällt, wurde der Empfang der Reliquie in Bochum bewusst auf den Sonntag vor dem Gedenktag gelegt. So findet am Sonntag, 7. August 2016, 10 Uhr in der Kirche Heilige Familie ein feierliches Hochamt zum Empfang der Reliquie in der Gemeinde statt. Dem Gottesdienst steht Kaplan Pater Placidus Beilicke OCist, Zisterzienserkloster, Bochum-Stiepel, vor, der auch die Predigt über das Leben und Wirken der Heiligen halten wird. Im Rahmen der feierlichen Liturgie wird die Reliquie dann in der Kirche bestattet. Hierzu sind alle Gläubigen und Verehrer von Edith Stein aus Nah und Fern sehr herzlich eingeladen. Vorerst wird die Reliquie ex vestimentibus (dt. aus der Kleidung) dem Reliquienschrein im Seitenaltar beigefügt. Nach der Vollendung der Umbauarbeiten in der Krypta der Kirche solle sie dann schlussendlich dort einen würdigen Platz der steten Verehrung finden.

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Neukonzeption und Umgestaltung des Museums in der Krypta der Öffentlichkeit vorgestellt

Heimkehrer-Dankeskirche

In einem Pressegespräche stellten Gemeinderatsmitglied Christian Herker und Kai Krischnak, Sprecher der Stadtwerke Bochum und somit Vertreter des Projektpartners, am 21. Juli 2016 gemeinsam das Gesamtkonzept der Umgestaltung und Neukonzeption des Museums in der Krypta der Heimkehrer-Dankes-Kirce Bochum der Öffentlichkeit vor. Hierzu hatten sich zahlreiche Pressevertreter in der Heimkehrer-Dankes-Kirche Bochum eingefunden.

Die WAZ Bochum berichtete bereits in Ihrer Ausgabe am 22. Juli 2016. Den entsprechenden Artikel finden Sie online: http://waz.m.derwesten.de/dw/staedte/bochum/sued/weltkriegs-ausstellung-in-weitmar-bekommt-neuen-anstrich-id12029358.html?service=mobile
Der Stadtspiegel berichtete am 27. Juli 2016 und vorab online. Den entsprechenden Artikel finden Sie online: http://www.lokalkompass.de/bochum/kultur/ab-september-wird-das-museum-der-heimkehrer-dankeskirche-in-weitmar-umfassend-erneuert-d680871.html

Wir halten Sie über unsere Website stets über den Fortgang der Arbeiten auf dem Laufenden.

Heimkehrer-Dankes-Kirche: Neukonzeption des Museums in der Krypta

Heimkehrer-Dankeskirche
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Eine Neukonzeption des Museums in der Krypta der Heimkehrer-Dankes-Kirche ist schon länger überholt, um zum einen das Museum noch verstärkter der Öffentlichkeitsarbeit und vor allem auch Schüler- und Jugendgruppen zugänglich zu machen und zum anderen den Ansprüchen eines modernen und ansprechenden Museums Rechnung zu tragen. Aus diesem Grund hat sich unsere Gemeinde St. Franziskus mit diesem Projekt bei der diesjährigen Sponsoring-Abstimmung der Stadtwerke Bochum "Wofür schlägt dein Herz?" beteiligt. Vom 17. Mai bis 7. Juni 2016 konnten alle Bochumer Bürgerinnen und Bürger über die einzelnen Projekte abstimmen. Das Projekt der Heimkehrer-Dankes-Kirche lag nach Auswertung aller Abstimmungsergebnisse auf dem Platz 6 der Rubrik "Kultur" und konnte somit eine Teilförderung von ca. 7.500€ erreichen. Erfreulicherweise hat anschließend der unabhängige Sponsoring-Beirat der Stadtwerke in einer Sitzung beschlossen diesen Sponsoringbetrag auf den beantragten Förderbetrag von insgesamt 13.000€ aufzustocken. Nun wird ein entsprechender Sponsoring-Vertrag mit den Stadtwerken Bochum geschlossen. Zuerst wird dann in den nächsten Wochen ein Konzept für die gesamte Neukonzeption erstellt. Interessenten, die gerne noch an der Neukonzeption des Museums aktiv mitwirken möchten, können sich gerne bei Gemeinderatsmitglied Christian Herker (Tel. 0234 / 47 34 53, E-Mail christianherker@yahoo.de) melden und die Möglichkeiten erörtern. Weitere freiwillige und ehrenamtliche Helfer sind herzlich willkommen.

Ganz herzlichen Dank sagen wir allen, die sich an dem Internet-Voting beteiligt haben und für dieses Prohekt insgesamt 2.466 Herzen vergeben haben! Natürlich ergeht auch ein herzlicher Dank an die Stadtwerke Bochum, die durch diese eneu Form des Sponsorings weiterhin ganz aktiv bürgerschaftliches Engagement in allen Bereichen fördert und auch für unser Projekt die finanzielle Grundlage bildet. Ohne dieses Sponsoring wären die Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten undenkbar gewesen.

Professor em. Dr. Ludwig Hödl verstorben

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Professor em. Dr. Ludwig Hödl ist am 22. Mai 2016 im Alter von 92 Jahren gestorben. Die Totenvesper wird am Freitag 3. Juni 2016, um 18.00 Uhr in der Heimkehrer-Dankeskirche gebetet. Auch das Requiem wird in der Heimkehrer-Dankeskirche am Samstag, den 4. Juni 2016, um 10.00 Uhr, gefeiert.

Die Beisetzung des Verstorbenen erfolgte in seiner Geburtsstadt Sonnen.

Das Bistum Essen veröffentlichte folgenden Nachruf:
"Der Verstorbene, der zuletzt in Bochum gewohnt hat, wurde am 29. Juni 1951 im Bistum Passau zum Priester geweiht. Nach dem Einsatz als Kaplan in seiner Heimatdiözese wurde Ludwig Hödl zum Promotionsstudium freigestellt, das an der Ludwig-Maximilians-Universität München erfolgte, wo er im Jahr 1955 mit seiner Dissertation "Die Grundfragen der Sakramentenlehre nach Herveus Natalis O.P. (1324)" zum Dr. theol. promoviert wurde. In den Jahren 1955-1958 folgten Studien in Rom und Paris, die er im Jahr 1958 mit der Habilitationsschrift "Die Geschichte der scholastischen Literatur und der Theologie der Schlüsselgewalt" abschloss. Im März 1959 wurde er als Professor für Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ernannt. IM Jahr 1964 als Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an die Ruhr-Universität Bochum berufen, gehörte Prof. Hödl zu ihren Gründungsprofessoren. Seine Professur hatte er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1990 inne. Seit seinem Ruf an die Ruhr-Universität wohnte und lebte er in der Gemeinde Heilige Familie in Bochum-Weitmar und unterstütze hier die Seelsorge. Als anerkannten Mediävisten war ein besonderer Schwerpunkt seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit die Theologie des Mittelalters. Als Geistlichem lag Ludwig Hödl die Ausbildung junger Menschen für die Arbeit in der Seelsorfe und als Priester am Herzen. Auf diese Weise hat er eine Generation von Studierenden der Theologie im Fach Dogmatik ausgebildet und begleitet."

Den Originalbericht finden Sie hier: http://www.bistum-essen.de/presse/artikel/professor-em-dr-ludwig-hoedl-verstorben/ 

Stadtwerke-Sponsoring: Neukonzeption des Museums in der Krypta der Heimkehrer-Dankes-Kirche Bochum

Heimkehrer-Dankeskirche

Die Stadtwerke Bochum schreiben auch in diesem Jahr wieder ein Sponsoring aus unter dem Motto "Wofür schlägt dein Herz?"

Da die Vitrinen zur Aufbewahrung der Exponate in der Krypta der Heimkehrer-Dankes-Kirche leider bereits sehr beschädigt sind, haben wir uns nun entschlossen, an diesem Sponsoring-Verfahren teilzunehmen, um Gelder für eine Neukonzeption des Museums in der Krypta anzuwerben. Ziel soll es auch vor allem sein, die Ausstellung ansprechender für Jugend und Schülergruppe zu gestalten.

Damit der Pfarrei-Haushalt dadurch nicht belastet wird, benötigen wir Ihre Hilfe und Unterstützung. Schenke Sie uns nur wenige Minuten Aufmerksamkeit und vergeben Sie Ihre Herzen für das Projekt der Heimkehrer-Dankes-Kirche.

So funktioniert das Sponsoring:

1. Die Abstimmungsphase läuft von Dienstag, 17. Mai 2016, 8:00 Uhr bis Dienstag, 7. Juni 2016, 12:00 Uhr über das Internet.

2. Das Projekt finden Sie unter diesem Link: https://www.stadtwerke-bochum-buergerprojekte.de/projekte/kultur/2154/neukonzeption-des-museums-in-der-krypta.html

3. Für die Abstimmung benötigen Sie eine E-Mail-Adresse (die Teilnahme ist mit jeder E-Mail-Adresse nur einmal möglich!)

4. Jeder Teilnehmer kann fünf Stimmen für ein bis fünf Projekte verteilen. Kunden der Stadtwerke Bochum haben doppeltes Stimmrecht (zehn Stimmen): Geben Sie im Registrierungsfeld Ihre Kundennummer an.

Wir setzen auf Ihre Unterstürzung und bedanken uns sehr herzlich dafür im Voraus!

Russische Künstler besuchen Heimkehrer-Dankes-Kirche anlässlich des FIDENA-Figurentheater-Festivals

Heimkehrer-Dankeskirche
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Das Staatliche Obraztsov Puppentheater Moskau ist Russlands größtes und berühmtestes Puppentheater. Leningradka ist die Wiederbelebung einer älteren Inszenierung aus St. Petersburg in Zusammenarbeit mit dem Cube Studio Theatre. Am Freitag (06.05.2016) wurde dieses Stück nun im Rahmen des FIDENA-Figurentheater-Festivals im Prinzregenttheater in Bochum-Weitmar als deutsche Erstaufführung gespielt.

Leningrada ist die Geschichte des Mädchens Valja, Überlebende der Belagerung von Leningrad durch deutsche Truppen, die 1941 begann und bis 1944 andauerte, und bei der nach offiziellen Schätzungen mehr als eine Million Menschen verhungerten. Valjas Vater muss an die Front. Am Abend vor seiner Abreise erzählt er Valja von dem Hausgeist Domovoi, der sie während seiner Abwesenheit beschützen wird. Valja und ihre Mutter erleben allerschlimmste Zeiten, doch der weise Kobold Domovoi ist wirklich immer an Valjas Seite. Er verhandelt mit der gerissenen Ratte um Lebensmittel, schafft es, im Ofen Feuer zu entfachen und gerät auf magische Weise an einen im Eis versunkenen LKW voller Mandarinen. Die Leningrader Blockade aus der russischen Perspektive, genauer gesagt, aus der Perspektive eines Mädchens, entführt die Zuschauer in eine Welt voller kindlicher Fantasien, gepaart mit harter Realität. Spielfilm, Puppentrick, Dokumentaraufnahmen und Live-Puppenspiel verschmelzen virtuos zu einem erschütternden und ergreifenden Erlebnis.

Am Samstag, 7. Mai 2016, besuchten die russischen Künstler des Staatliche Obraztsov Puppentheater Moskau in Bochum nach ihrer Aufführung am Vortag auch die einzigartige Heimkehrer-Dankes-Kirche als Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern. Begleitet wurde die Gruppe von den Organisatoren von FIDENA. Gemeinderatsmitglied Christian Herker führte die russischen Gäste durch das Gotteshaus und die Heimkehrer-Gedenkstätte in der Krypta. Anschließend gab es noch eine Begegnung mit kleinem Imbiss im Gemeindeheim. "Diese Begegnung stand ganz im Zeichen der Völkerverständingung", so Herker. Eindrucksvoll schilderte Christian Herker, dass die Heimkehrer-Dankes-Kirche sicherlich auch ein Ort war, an dem die deutschen Heimkehrer auch ihre Schuld, die sie während ihres Kriegsdienstes im 2. Weltkrieg auf sich geladen haben, verarbeiten konnten. Die Kirche sei somit ein lebendiger Ort der Aussöhnung der Völker geworden. Daher sei der Besuch der russischen Gäste für die Kirchengemeinde eine sehr wertvolle Erfahrung gewesen und große Ehre, so Herker. Die deutsche Führung wurde via Dolmetscher dann für die Gäste in die russische Sprache übersetzt.

Hintergrund:
Die Heimkehrer-Dankes-Kirche in Bochum-Weitmar wurde in den Jahren 1958/59 auf die entscheidende Initiative von Pfarrer August Halbe errichtet. Nach seiner Heimkehr aus fünfjährigen Kriegsgefangenschaft im Ural begann er zusammen mit weiteren ehemaligen russischen Kriegsgefangenen den Bau der Kirche. Im Dezember 1959 weihte Kardinal Hengsbach die Kirche, welche seit 2005 unter Denkmalschutz steht. Für viele Menschen ist die Heimkehrer-Dankes-Kirche ein Ort der Erinnerung und ein Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern.

Bild (© Hermann Haferkamp): Christian Herke bringt den russischen Gäste die einzigartige Geschichte der Heimkehrer-Dankes-Kirche in Bochum näher.

Französischer Bischof Stenger feierte Pontifikalamt in Heimkehrer-Dankes-Kirche

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Am vergangenen Sonntag, 8. Mai 2016, stand der Bischof von Troyes und Präsident der katholischen Friedensbewegung pax christi in Krankreich, Msgr. Marc Stenger, am Vormittag einem deutschsprachigen Pontifikalamt in der Heimkehrer-Dankes-Kirche vor. Das Pontifikalamt fand zum Gedenken an das Ende des 2. Weltkrieges und zum Europatag sowie gleichzeitig Eröffnung der Ausstellung "Frieden(s)gestalten zwischen Niederrhein, Ruhr und Sauerland" statt, die in Zusammenarbeit mit dem Diözesanverband von pax chriti Essen vom 8. Mai 2016 bis 29. Mai 2016 in der Kirche Heilige Familie präsentiert wird, statt. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Chor und Orchester der Gemeinde St. Franziskus Bochum-Weitmar unter Leitung von Helmut Leo. Musiziert wurde die "Messe des Friedens" von Reimund Hess. Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck richtete einen schriftlichen Gruß an den ausländischen bischöflichen Gast. Bischof Dr. Overbeck schreibt darin unter anderem: "... So heiße ich Dich herzlich in unserem Bistum willkommen, wünsche Dir eine frohe Feier und hoffe, dass wir uns bald wiedersehen. Mit allen guten Wünschen für das vor uns stehende Pfingstfest und herzlichen wie brüderlichen Grüßen an Dich. Dein Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen".

Im Rahmen seines Besuches im Bistum Essen besuchte Bischof Stenger auch die Pax-Christi-Kirche in Essen. Außerdem gab es eine Begegnung mit Mitgliedern von pax christi Essen an der Bochumer Heimkehrer-Dankes-Kirche.

Bild: © Hermann Haferkamp