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Führungen durch die Heimkehrer-Dankeskirche können ab sofort online gebucht werden

Heimkehrer-Dankeskirche
Führungen für Gruppen durch die Heimkehrer-Dankeskirche Heilige Familie und die Heimkehrer-Gedenkstätte in der Krypta können jetzt ab sofort auch direkt online gebucht werden.

 
Hier gelangen Sie direkt zum Anmeldeformular!

 

Heimkehrer-Dankeskirche Bochum-Weitmar öffnet am Tag des offenen Denkmals ihre Pforten

Heimkehrer-Dankeskirche
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Auch die Kirche Heilige Familie (Heimkehrer-Dankeskirche),  Karl-Friedrich-Str. 109, 44795 Bochum-Weitmar, wird an diesjährigen deutschlandweiten "Tag des offenen Denkmals", Sonntag, 13. September 2015, wieder ihre Pforten für interessierte Besucher öffnen. Die Führungen werden auf das Motto des diesjährigen Tages "Handwerk, Technik, Insustrie" abgestimmt. Die meisten Gegenstände, die in der Dauer-Ausstellung in der Heimkehrer-Gedenkstätte (Krypta der Kirche) ausgestellt sind, wurden von den ehemaligen Kriegsgefangenen von Hand gefertigt.


Öffnungszeiten am 13.09.2015:
11:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Öffentliche Führungen durch Kirche u. Krypta am 13.09.2015:
11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 17:00 Uhr

Rahmenprogramm am 13.09.2015:

10:00 Uhr -
Hochamt in der Kirche

15:00 Uhr - 16:00 Uhr -
Geistliche Orgelmusik mit Frank Herker an der Stockmann-Orgel:
"Improvisationen zum Kreuzerhöhungsfest"
Hintergrund:
Mehr als 12 Millionen deutsche Soldaten und Zivilisten waren in Kriegsgefangenschaft. Sie haben in über 9.000 Lagern gelebt bzw. „gehaust“. Viele arbeiteten unter härtesten Bedingungen. Die das überlebt haben und zurückgekehrt sind, haben davon auf vielfältige Weise berichtet. Sie haben eine Stätte geschaffen, die Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum, die Ausdruck ihrer Dankbarkeit vor Gott über ihre glückliche Heimkehr ist. Nachfolgende Generationen sollen erinnert werden: Das Recht auf Freiheit und Menschenwürde ist nicht selbstverständlich. Es muss stets ins Bewusstsein gerückt und bewahrt werden.
 
In der Krypta der Kirche befindet sich ein Museum. Es zeigt zahlreiche Gegenstände, die in den Lagern entstanden sind. Hinzu kommen eindrucksvolle Gemälde und Zeichnungen aus dem Alltagsleben der Lagerinsassen sowie eine Reproduktion der so genannten „Stalingradmadonna“. Auch für junge Menschen sind Kirche und Krypta in zweierlei Hinsicht lohnenswert. Zum einen erhalten sie Einblick in die dunklen Jahre der Geschichte. Zum anderen vermittelt der Ort ein tieferes Verständnis für ein Leben in Frieden und Freiheit.
 
Vikar August Halbe, fünf Jahre kriegsgefangener Priester im Ural, ließ aus Dank für die Rettung aus der Lagerhaft die Kirche errichten. Unterstützung erhielt er dabei vom Pfarrer der Pfarrei St. Franziskus Bochum-Weitmar, Adolf Ostendorf. Der Plan zum Bau der Dankeskirche wurde 1955 der Öffentlichkeit vorgestellt. Unterstützt durch den 1956 gegründeten Kirchbauverein konnten zwei Jahre später 20 Heimkehrer den ersten Spartenstich vollziehen. Am 12.12.1959 weihte Ruhrbischof Dr. Franz Hengsbach (Essen) die Kirche. Sie trägt den Namen „Heilige Familie“ und erinnert an die Heimkehr der Familie Jesu aus Ägypten. Seit 2005 steht das Gotteshaus unter Denkmalschutz und ist seit 01.09.2008 Filialkirche der neuen Gemeinde St. Franziskus Bochum-Weitmar.
 
Die Kirche ist ein Erinnerungsort von nationalem Rang, in der die historische und religiöse Erinnerung einer Generation von Kriegsteilnehmern ihren Ausdruck gefunden hat. Die architektonische Konzeption, die Krypta und das Bildprogramm der Fenster („Straße des Krieges“) stellen eine Gesamtheit dar. Mit dem großen Chorfenster „Lobgesang der Jünglinge im Feuerofen“ hat beispielsweise der Maler Wilhelm de Graaf als Kriegsteilnehmer seinen Dank ausgedrückt.
 
Von 1960 bis 2009 versammelten sich zahlreiche ehemalige Kriegsheimkehrer aus ganz Deutschland alljährlich am Sonntag nach Pfingsten (Dreifaltigkeitssonntag) zu ihrem alljährlichen „Heimkehrer-Danktag“.
 
Dieses Erbe der Heimkehrer wollen junge und alte Gemeindemitglieder auch weiterhin pflegen und erhalten.

 

 

Stiepeler Kloster lädt zu Exerzitien und Wallfahrt nach Rom ein

Allgemein

Im Oktober dieses Jahres lädt das Stiepeler Kloster zu drei geistlichen Tagen in ihr Kloster ein. Das Thema der Tage vom 2. bis 4. Oktober 2015 wird "Das Jahr der Barmherzigkeit" sein unter der Leitung von P. Markus Stark OCist und seinem Team. Anmeldungen werden im Zisterzienserkloster angenommen.
Hier alle Informationen auf einen Blick:

Anmeldung
Zisterzienserkloster Stiepel, Am Varenholt 9, 44797 Bochum-Stiepel
Tel.: 0234/77705-0
e-Mail: p.markus@kloster-stiepel.de

Kosten
53,00€ für Vollpension, zusätzlich freie Spende

Das Programm entnehmen Sie diesem Dokument.

 

Im Frühling nächsten Jahres, vom 30.3. bis 04.04.2016 veranstaltet das Zisterzienserkloster eine fünftägige Tageswallfahrt in die Ewige Stadt, nach Rom. Dort wird nach den Spuren der ersten Christen gesucht. Die Exerzitien bieten eine Vorbereitung für diese Fahrt, ein Nachtreffen ist zusätzlich geplant. Hier alle Informationen auf einen Blick.

Anmeldung
Zisterzienserkloster Stiepel, Am Varenholt 9, 44797 Bochum-Stiepel
Tel.: 0234/77705-0
e-Mail: p.markus@kloster-stiepel.de

Kosten
ca. 350€ pro Person (Ermäßigungen für junge Teilnehmer möglich)
bei Anmeldung eine Anzahlung von 100€

Leistungen
Bustransfer, Halbpension, Führungsgelder, Eintritte, Wochenkarte für öffentliche Verkehrsmittel
Flüge sollen in Kleingruppen selber gebucht werden!

Unterkunft
Domus Vitellia, Via Vitellia 95, 00152 ROMA (www.domusvitellia.it)

Alle gesammelten Informationen entnehmen Sie diesem Dokument.

Führungen durch die Heimkehrer-Dankeskirche

Heimkehrer-Dankeskirche
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Zukünftig sollen in der Kirche Heilige Familie (Heimkehrer-Dankeskirche) noch verstärkter als bisher Führungen für Gruppen - insbesondere auch für Schulklassen - angeboten werden. Nähere Informationen hierzu sind auch in Kürze in einer eigenen Rubrik auf der Gemeinde-Homepage abrufbar. Erfreulich ist vor diesem Hintergrund auch, dass die Stadt Bochum im Herbst 2015 die Heimkehrer-Dankeskirche in die sogenannte "Blaue Linie" (Nr. 29) mit den besonderen Sehenswürdigkeiten und touristischen Höhepunkten unserer Stadt aufnehmen wird. Daher führten Pfarrer i.b.D. Theo Schwens und Gemeinderatsmitglied Christian Herker kürzlich einige zusätzliche Kirchenführerinnen und -führer ein. Vielen Dank sagen wir schon jetzt allen Mitwirkenden für ihren ehrenamtlichen Einsatz und wünschen ihnen zugleich viel Freude bei der Arbeit, den Besucherinnen und Besuchern die einzigartige Geschichte des Gotteshauses sowie Kirche und Heimkehrer-Gedenkstätte in der Krypta zukünftig näher zu bringen. Zum Team der Kirchenführerinnen und -führer gehören zukünftig: Franz CeglarskiStefanie HedtfeldChristian HerkerUlrich HerkerWilhelm HermesHelmut LeitmannGerhard ObsadnyHans-Joachim SalmenWinfried SpyraPfarrer i.b.D. Theo Schwens. Bitte werben Sie für dieses Angebot auch in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis. Führungen durch Kirche und Krypta sind grundsätzlich kostenlos, um eine angemessene freie Spende für den Erhalt der Heimkehrer-Dankeskirche wird jedoch gebeten. Eine vorherige Buchung der jeweiligen Führung über das Pfarrbüro St. Franziskus Bochum (Frau Pahlke) ist aus organisatorischen Gründen erforderlich.

 

 

Bericht der Zeitzeugin Helga Walbaum über Abbé Franz Stock

Heimkehrer-Dankeskirche

Vortrag Neues Gymnasium Bochum

Die Stadt Bochum (380.000 Einwohner), im ehemaligen Kohlerevier des Ruhrgebiets gelegen (Bundesland Nordrhein-Westfalen), hat vom 27. April bis 10. Mai 2015 die Wanderausstellung "Frieden als Auftrag" bein sich aufgenommen. Viele Veranstaltungen wie Messen und Gottesdienste, Vorträge, Konzerte, etc. haben während dieser Zeit unter Beteiligung von bedeutenden Persönlichkeiten, darunter wie nachstehend aufgeführt, stattgefunden.

Ich erwähne nur Msgr. Wiesemann, Bischof von Speyer (Partnerdiözese von Chartres); Professor Althaus, Domkapitular in Paderborn und Delegat im   Seligsprechungsprozeß für Franz Stock; Pater Prof. Stamm, Franziskaner und "Advocatus Diaboli" im Seligsprechungsprozeß; Msgr. Pansard, Bischof von Chartres;  Mitglieder des Vorstands des Franz Stock Komitee; Professor Rüttgers, ehemaliger Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, der in 2008 auf den Mont Valerien mit Präsident Sarkozy und am nächsten Tag nach Chartres gekommen ist.


Als  "Zeitzeugin" war ich gebeten worden, über Abbé Stock und das, was er für meine Familie während des Zweiten Weltkriegs getan hat, zu sprechen. Ich habe mich vom 24. bis 28. April  in Bochum aufgehalten.

   -  3 Schüler des Franz-Stock- Gymnasium Arnsberg/ Neheim sind gekommen, um ein Interview mit mir zu machen und auf DVD aufzunehmen.
    - Ich verbrachte einen Gesprächsabend in einer katholischen Studenten-verbindung unter jungen und weniger jungen Mitgliedern.

    - Vortrag in der Aula des Neues Gymnasium Bochum, einem rundum verglasten seit drei Jahren bestehenden Gebäude. Mehr als 300 Schüler waren anwesend und sehr aufmerksam.

Nach meinem Vortrag haben mir ungefähr zwanzig Schüler vielfältige und eindringliche Fragen gestellt. Als kleine Anekdote möchte ich anführen, daß ich auf die Frage: „Fühlen Sie sich mehr als Deutsche oder mehr als Französin?“  geantwortet habe, daß mich als Europäerin fühlte. Das hat  einen donnernden Applaus ausgelöst. Dem Vortrag folgte noch ein Interview mit Dom Radio, dem katholischen Radiosender von Köln. 

Heimkehrer- Dankeskirche

Die Ausstellung wurde in einer ganz einzigartigen Kirche, der Heimkehrer -Dankeskirche der Pfarrgemeinde Heilige Familie, Teil der Gemeinde Hl. Franziskus in Bochum. Sie wurde im Jahre 1959 in Erinnerung an die 12 Millionen deutschen Kriegsgefangenen, die nach Hause zurückkehren konnten, gebaut. Die Fenster erzählen ihre Leiden. Die Kirche steht unter dem Schutz Mariens, von der man eine wunderschöne Holzstatue bewunder kann.

Die Krypta wurde in ein Museum umgewandelt. Steine ​​tragen die Namen von 420 Gefangenenlagern in Europa, den USA und vor allem in Russland. Chartres hat dort ebenfalls einen Namensstein. Eine Vielzahl von Objekten, die von den Gefangenen während ihrer Haft angefertigt wurden, befinden sich in Ausstellungsvitrinen.  Es ist beeindruckend zu sehen, was sie mit praktisch nichts haben herstellen können. Es gibt auch die Schriften von der Zeit. Ein Altar erlaubt die Feier der Messe. Alles dies zusammen ist sehr bewegend.

Zisterzienserkloster Stiepel

Auf Wunsch des damaligen Bischofs Zeit wurden die Gebäude im Jahr 1988 mitten  in grüner, hügeliger Landschaft gebaut. 14 Mönche leben jetzt dort. Es ist ein Ort des Friedens, der Spiritualität und der Reflexion. Die Mönche sorgen auch für eine Herde Schafe und Bienenstöcke, um den Honig zu verkaufen. Die Zimmer sind komfortabel, das Essen ist gut und die Atmosphäre sehr familiär. Ich war sogar zu Kaffe und Kuchen anläßlich des Namenstages von einem  der Patres eingeladen.  Große Säle  ermöglichen es, Wallfahrten und andere Veranstaltungen durchzuführen.
Abschließend muss ich sagen, dass mein Aufenthalt sehr zufriedenstellend und manchmal bewegend war. Ich freue mich über das Interesse, dass junge Menschen für Abbé Stock zeigen, und hoffe,  dass zumindest einige seinem Beispiel folgen werden.

Gemeindefest Heilige Familie

St. Franziskus
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Das diesjährige Gemeindefest rund um die Kirche Heilige Familie (Heimkehrer-Dankeskirche), Karl-Friedrich-Str. 109, 44795 Bochum, findet am 13./14. Juni 2015 statt. Am 13. Juni 2015 ab 18 Uhr wird zum Dämmerschoppen und am 14. Juni 2015 ab 12 Uhr (nach der Familienmesse) zu den großen Feierlichkeiten auf dem Festplatz einladen.


Auch in diesem Jahr erwartet die Besucher wieder ein reichhaltiges Angebot: Live-Musik von den Baked Potatoes, eine Tombola, eine große Hüpfburg sowie viele neue und bekannte Spiele für die kleinen Besucher.
Der Kindergarten wird auch seine Außenanlagen öffnen und auch ein Programm für die Kleinsten anbieten. Das allseits beliebte Domcafé wird wieder im Pfarrheim stattfinden. Auf dem Festplatz erwarten die Besucher verschiedene Schlemmereien und Stände.

Alle sind herzlich sehr herzlich zur Teilnahme eingeladen!
Das offizielle Plakat finden Sie hier in Originalgröße.

Sie spielen Klavier? - Wir suchen Sie!

Allgemein

Wir suchen musikalische Menschen, die unser Team von Aushilfsorganisten verstärken.

In unseren Gemeindekirchen sind nur drei hauptamtliche Kirchenmusiker tätig, sodass stets ein Bedarf an weiteren Organisten besteht. Wir möchten auch in Zukunft, dass die Sonntagsmessen musikalisch ansprechend gestaltet werden und freuen uns, wenn interessierte Damen und Herren dazu bereit wären. Wenn Sie über Vorkenntnisse im Klavierspiel verfügen und darüber hinaus gern Gottesdienste musikalisch mitgestalten möchten, wenden Sie sich an unseren koordinierenden Kirchenmusiker Herrn Helmut Leo. Sie erhalten dann je nach Interessensschwerpunkt Unterweisung an der Kirchenorgel im liturgischen Orgelspiel, im Orgelliteraturspiel, in Harmonielehre und Gehörbildung sowie in die liturgischen Aufgaben des Organisten. Zögern Sie nicht, Kontakt aufzunehmen!

Telefon: 0234 4524158 oder e-mail: h.leo@hoddle.de

Jazzkonzert mit Oliver Schoer & Matthias Bergmann

St. Franziskus
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Oliver Schroer (Kirchenorgel) & Matthias Bergmann (Trompete, Flügelhorn)
Eintritt frei, Kollekte am Ausgang
Sonntag, 14. Juni, 17.00 Uhr, Pfarreikirche St. Franziskus (Franziskusstr. 11, 44795 Bochum)

Der Bochumer Organist und Jazzpianist Oliver Schroer und Matthias Bergmann aus Köln an Trompete und Flügelhorn haben sich in den letzten Jahren ein Konzertprogramm mit Jazzkompositionen und Improvisationen für Kirchenorgel und Flügelhorn erarbeitet, das bereits in zahlreichen erfolgreichen Konzerten in Kirchen in ganz Deutschland und auf Festivals wie z.B. der Kölner Musiknacht 2006 und 2007 zu hören war.

Das Programm beinhaltet abwechslungsreiche Eigenkompositionen sowie eigens für diese ungewöhnliche Besetzung arrangierte Werke von Kenny Wheeler, Charlie Haden, Ralph Towner, Dollar Brand und John Coltrane. Neben getragenen, strahlenden Melodien sind auch leise, gedämpfte Trompetentöne, virtuose Orgelpassagen sowie freie Improvisationen zu hören.

Der Kölner Trompeter und Flügelhornist Matthias Bergmann leitet sein eigenes Quintett (CD Still Time, Jazz4ever 4789), ist Co-Leader im Quintett mit Paul Heller sowie gefragter Sideman u.a. in den Bands von Frank Sackenheim, Andreas Schnermann und Florian Ross. Er ist festes Mitglied im Cologne Contemporary Jazz Orchestra und in Peter Herbolzheimers Rhythm Combination & Brass und unterrichtet als Trompetendozent an der Musikhochschule Köln und der Glen Buschmann Jazz Akademie in Dortmund.

Oliver Schroer stammt aus Bochum und ist neben seiner Tätigkeit als studierter Kirchenmusiker sowie als studierter Jazzpianist in unterschiedlichen professionellen Bands und Projekten im gesamten Ruhrgebiet aktiv. Seit 1999 zahlreiche Konzerte und Einspielungen in unterschiedlichen Formationen und Genren: • solistisch als Pianist • in kammermusikalischen Ensembles • als Begleiter für Chanson, Kabarett und Jazz • bei Theater/Musical-Produktionen Zudem ist er freischaffend als Organist, Klavierlehrer und Korrepetitor tätig.

Beeindruckender Auftritt der Zeitzeugin Helga Walbaum am Neuen Gymnasium Bochum

Heimkehrer-Dankeskirche
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Bis zum letzten Platz war die Aula des Neuen Gymnasiums besetzt: Fast dreihundert Schülerinnen und Schüler versammelten sich mit ihren Lehrerinnen und Lehrern am Dienstag, dem 28. April dieses Jahres, um den Vortrag von Helga Walbaum, einer Überlebenden der nationalsozialistischen Terrorherrschaft in Frankreich, über ihr eigenes Leben und auch den katholischen Priester Franz Stock, der in Kürze selig gesprochen und als Wegbereiter der deutsch-französischen Völkerverständigung in Frankreich als „Abbé Stock“ geehrt wird, zu hören. Dieser Zeitzeugenbericht einer deutsch-französischen und bis heute in Paris lebenden Frau, die trotz ihrer katholischen Konfession mit ihren Eltern auf Grund der Nürnberger Rassengesetze aus Nazi-Deutschland emigrieren musste, ist eine immer seltener werdende Gelegenheit, Schülerinnen und Schülern in der heutigen Zeit authentisch und vor allem persönlich Geschichte zu vermitteln. Sie sei, so Frau Walbaum, als getaufte und praktizierende Katholikin erst durch die Nationalsozialisten, bei denen „die Rasse und nicht mehr die Religion zählte“, zur Jüdin und damit zu einer verfolgten Emigrantin geworden. Insbesondere auch mit Hilfe des Priesters Franz Stock, der ihren jüdischen Vater aus der Gestapo-Haft befreite und seine Deportation in ein Konzentrationslager und damit seine Ermordung verhinderte, überlebte sie mit ihren beiden Eltern die Schrecknisse der Besetzung Frankreichs durch Nazi-Deutschland. Die Schülerinnen und Schüler stellten mit viel Empathie zahlreiche fundierte Fragen, die Frau Walbaum sehr beeindruckten. Ihrer Ansicht nach sei es, so Frau Walbaum, die sich als Europäerin fühlt und damit in der Aula viel Applaus erntete, dringend geboten, dass sich heute alle Menschen um ein verständnisvolles Miteinander und für die Werte in Europa einsetzen. Prozesse wie gegen den heute 93-jährigen KZ-Aufseher in Auschwitz hätten schon vor 50 Jahren geführt werden müssen und würden – so zum doch großen Erstaunen der Zuhörerschaft – heute ihrer Ansicht nach keinen Sinn mehr machen. Dr. Paul Reiter, Lehrer am Neuen Gymnasium Bochum, organisierte dieses Zeitzeugengespräch mit Christian Herker (Gemeinderat) und Meinolf Schwens (Franz-Stock-Komitee), da „es eminent wichtig ist, die letzten lebenden Zeitzeugen für unsere heranwachsende Generation authentisch hörbar und erlebbar zu machen.“ Zum Schluss des Zeitzeugengesprächs appellierte er an Anwesenden, „stets wachsam zu bleiben gegenüber Rassismus, Antisemitismus und Totalitarismus“. Und er betonte: „Wir Lebenden tragen heutzutage keine Schuld für die nationalsozialistischen Verbrechen, aber die Verantwortung dafür, dass sich derartige Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Zukunft nie mehr in deutschem Namen wiederholen.“

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Ehemaliger Ministerpräsident Rüttgers würdigt Abbé Franz Stock

Heimkehrer-Dankeskirche
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Vielerorts wird in diesen Tagen des 70. Jahrestages des Endes des 2. Weltkrieges (8. Mai 1945 - 8. Mai 2015) gedacht. So würdigte am diesjährigen Europatag, dem 9. Mai 2015, der ehemalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident Prof. Dr. Jürgen Rüttgers während eines Festaktes in der Heimkehrer-Dankeskirche Heilige Familie in Bochum-Weitmar das Leben und Wirken von Abbé Franz Stock als Wegbereiter der deutsch-französischen Freundschaft im Rahmen der Wanderausstellung "Frieden als Auftrag", die in den vergangenen Wochen in der Bochumer Kirche präsentiert wurde. Rüttgers ist auch Mitglied des Ehrenkomitees der "Europäische Begegnungsstätte Franz Strock Chartres". Zu dieser Veranstaltung hatten die Konrad-Adenauer-Stiftung und die katholische Kirchengemeinde St. Franziskus Bochum-Weitmar am Samstagnachmittag in die Kirche eingeladen. Zahlreiche Zuhörer waren der Einladung gefolgt. Im Anschluss fand in der nahegelegenden evangelischen Emmauskirche in Bochum-Weitmar ein französischer Chanson-Abend. Georg Marekwica von der Deutsch-Französischen Gesellschaft Bochum stellte dort einige Chansons vor und Margreth Dennemark vom Franz-Stock-Komitee für Deutschland erzählte etwas aus dem Leben von Abbé Stock. Für die kulinarische Verköstigung sorgten die Messdiener und Pfadfinder der Kirchengemeinde.

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(Bilder: © Franz-Stock-Komitee für Deutschland, Frank Trompeter)
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